Auf gutem Weg aus der Krise

Nach dem Lockdown soll es im »Wonnemar« bald weitergehen

Wonnemar in Sonthofen
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Seit November befindet sich das Wonnemar auf behördliche Anordnung im zweiten Lockdown.

Sonthofen – Die Corona-Krise hat dem Erlebnisbad „Wonnemar“ in Sonthofen schwer zugesetzt. Bereits im September musste das Bad als Teil der interSPA-Gruppe in die Insolvenz in Eigenverwaltung. Vor kurzem gab es eine überraschende Wende: Nur vier Tage nach Beginn des Regelinsolvenzverfahrens Anfang des Monats konnte der Insolvenzverwalter die gute Nachricht verkünden: Ein deutscher Investor mit Branchenerfahrung übernimmt von der inter SPA-Gruppe unter anderem das Sonthofer „Wonnemar“ samt aller Beschäftigten.

„Ich bin sehr froh, dass es mit großen Anstrengungen gelungen ist, in diesen schwierigen Zeiten und einem komplexen Umfeld doch noch eine Lösung zu erreichen, welche einen wesentlichen Teil der Arbeitsplätze erhält“, so Jochen Sedlitz. „In Wismar, Sonthofen und Backnang können die Bürger mit einer Öffnung der Bäder nach dem Ende des Lockdowns rechnen. In Ingolstadt wird das Bad nach dem Umbau ebenfalls wieder Besucher empfangen.“

Die interSPA Gruppe war aufgrund der Corona-bedingten Schließung der Erlebnisbäder in Wismar, Bad Liebenwerda, Marktheidenfeld, Sonthofen und Backnang sowie aufgrund einer Auseinandersetzung mit der Stadt Ingolstadt betreffend des dortigen Wonnemar in Schieflage geraten. Die Geschäftsleitung hatte daher Ende September 2020 eine Sanierung in einem Eigenverwaltungsverfahren angestrebt (der Kreisbote berichtete). Kurz nach Einleitung dieses Sanierungsverfahrens kam es jedoch zum zweiten Lockdown. Staatliche Hilfen seien jedenfalls ohne weiteres in der Insolvenz nicht zu erreichen. Aus diesem Grunde standen alle Bäder vor der Schließung. Anfang Februar wurden die Eigenverwaltungsverfahren daher in Regelverfahren übergeleitet.

Sedlitz betont abschließend: „Mein Dank gilt allen Beteiligten, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. So insbesondere der Geschäftsführung und ihren Beratern sowie den Center-Mananagern, die mit großem Einsatz für das Überleben der Bäder und den Erhalt der Arbeitsplätze gekämpft haben.“

Auch der Hauptgesellschafter und Geschäftsführer der Gruppe, Volker Kurz, zeigt sich zufrieden mit dem eingeschlagenen Weg: „Nach den Corona-bedingt sehr turbulenten Monaten bin ich wirklich froh, dass es eine solche Lösung für wesentliche Teile der Gruppe gibt und soviel Arbeitsplätze als möglich erhalten werden konnten. Ich gehe jetzt davon aus, dass sich die Situation insgesamt beruhigt und man die Wiedereröffnung vernünftig planen kann.“

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