Neuer Name, neues Glück

Nach Facebook-Sperrung: Wirtschaftsvereinigung ändert Wortmarke für Sonthofen

Attraktives Sonthofen
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Attraktives Sonthofen: Neue Wortmarke der Wirtschaftsvereinigung soll Profil schärfen

Sonthofen – Die Wirtschaftsvereinigung des Sonthofer Einzelhandels erfindet sich neu. Zuletzt hatte die Abkürzung der Wortmarke „Attraktive Stadt Sonthofen“ auf Facebook zur Sperrung geführt.

Die Wirtschaftsvereinigung des Sonthofer Einzelhandels verabschiedet sich von bekannten Begriffen: Der „Spass“ auf dem früheren Logo hat einen Beigeschmack und wird ebenso über Bord geworfen wie die gängige Abkürzung und griffige Kurzbezeichnung „die ASS“. Zuletzt hatte die Abkürzung ASS e. V. der Wortmarke „Attraktive Stadt Sonthofen“ auf Facebook zur Sperrung geführt. Die Wirtschaftsvereinigung hat daraufhin die Wortmarke geändert. Auch mit Blick auf den internationalen Gebrauch. Sonthofen soll dadurch stärker als „Treffpunkt Alpenstadt“ im Oberallgäu positioniert werden.

Mit der neuen Wortmarke „Treffpunkt Alpenstadt“ und dem Zusatz „Attraktives Sonthofen AS e.V.“ werde das Profil der Wirtschaftsvereinigung international salonfähig, sagt Hans Fili, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsvereinigung.

A-Wort führte zu Sperrung

Die Bezeichnung „Attraktives Sonthofen“ und der damit verbundene Wegfall des zweiten „S“ im Kürzel „ASS e.V.“ ersparen der Wirtschaftsvereinigung im internationalen Gebrauch Restriktionen, die in der jüngsten Vergangenheit sogar zur Sperrung der Facebook-Seite geführt haben. Die US-Amerikanische Social Media Plattform hatte das Kürzel „ASS“ nicht mit der Alpenstadt oder dem wertvollen Trumpf im Kartenspiel assoziiert, sondern mit dem englischen Wort Ass (dt. Arsch), das wie im Deutschen als Schimpfwort benutzt wird.

Kommunikationsexperte Hans Fili hatte als Mitglied des Vorstands schon länger auf den Änderungsbedarf hingewiesen, zumal auch der von der Vereinigung benutzte Begriff „SpASS“ nicht positiv besetzt sei. Die Änderung der Wort-Bildmarke wurde von den teilnehmenden Mitgliedern der Online-Sitzung begrüßt und einstimmig verabschiedet. Fili appellierte an die Mitglieder, die durch die Facebook-Sperrung verlorenen rund 800 Follower zurückzugewinnen.

Wirtschaftsvereinigung will Innenstadt weiterentwickeltn

Aufgrund der sinkenden Infektionszahlen und der steigenden Impfquote geht die Wirtschaftsvereinigung davon aus, dass sich „das ständige Auf und Zu“ demnächst ändern wird und die vom Ministerium angekündigten Lockerungen sehr wahrscheinlich eintreten werden. Noch vor kurzem hatte die Wirtschaftsvereinigung in Sonthofen eine Protestaktion mit neongelben Plakaten initiiert und für Öffnungskonzepte plädiert.

„Wir sind in der glücklichen Lage aktuell kaum Schließungen und Geschäftsaufgaben vermelden zu müssen“, so der Vorsitzende Dr. Hans-Peter Keiß: „Zwei Leerstände konnte man durch Geschäftserweiterungen kompensieren.“ Nun gelte es, die Innenstadt weiter zu entwickeln, noch attraktiver zu machen und das neue Mobilitätszentrum sowie das Museumsviertel synergetisch einzubinden. Fördermittel wurden beantragt.

Sonthofen als Treffpunkt

Mit sechs Teststationen und einem zentralen Schnelltestzentrum in der Fußgängerzone sorge die Kreisstadt für schnelle Testmöglichkeiten, um Einkäufe und künftige Besuche öffentlicher Einrichtungen, wie Kino, Museen und Restaurants kurzfristig zu ermöglichen. „Sonthofen wird künftig noch stärker als ‚Treffpunkt’ im Oberallgäu positioniert werden,“ sagt der Wirtschaftsförderer Andreas Maier, der ebenfalls Mitglied des Vorstands ist. In den nächsten Monaten werde noch gebaut und erneuert. Hierzu zählten auch Straßen und Fahrradwege, denn der Trend zum Rad als Fortbewegungsmittel setze sich fort.

Auch Einkäufe würden zunehmend mit dem Rad transportiert. Der lokale Fahrradkurier und Lieferdienst Vu-Do.de sei für die Kunden des Sonthofer Handels und der Gastronomie ein zusätzlicher Service, der den Zeitgeistthemen Umweltschutz und Nachhaltigkeit Rechnung trage, ergänzt Fili.

Pläne für den Herbst

Auch wenn gegenwärtig einige Veranstaltungen hinsichtlich ihrer Durchführung noch auf der Kippe stehen, gelten die beiden verkaufsoffenen Sonntage am 10. Oktober und 28. November als gesetzt.

Zudem sind unter dem Motto „Mobil in den Winter“ Fortbewegungsmittel, Fitnessangebote und ein Kinderprogramm für die körperliche Mobilität geplant. Ein Zelt wie früher bei den traditionellen Puppenspielertagen im Oktober werde es diesmal nicht geben, bedauerte Hans Fili allerdings. Am Ersten Advent, dem 28. November, soll ein Heimattag mit Stubenmusik, Glühwein und regionaler Handwerkskunst im Mittelpunkt des sonntäglichen Einkaufstages stehen.

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