Auszeichnung für Bergwacht Bayern

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Moderatorin Aline Abboud (von links), Johannes Wiese, Simon Gillich und Florian Abt von der Bergwacht Allgäu mit Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, bei der Preisübergabe.

Die Bergwacht Bayern erhielt bei der „Helfenden Hand“ den Nachhaltigkeitspreis des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat. Bereits im Dezember 2015 konnte die Bergwacht Allgäu den Förderpreis Helfende Hand durch den damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière entgegennehmen.

Die Bergwacht Bayern – vertreten durch das Technikteam der Region Allgäu – wurde Anfang Dezember mit dem Projekt Innovative Einsatzunterstützung (Drohnen/LKLD Fahrzeug), mit dem Sonderpreis für Nachhaltigkeit des Förderpreises „Helfende Hand“ des Bundesinnenministeriums (BMI) ausgezeichnet. In den vergangen zehn Jahren wurden von den verschiedenen Hilfsorganisationen mehr als 2000 Projekte eingereicht. Die Siegerprojekte des Förderpreises Helfende Hand wurden nochmals unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bewertet und drei Projekte mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.

Aus über 200 Bewerbungen aus ganz Deutschland hat die Jury des Förderpreises „Helfende Hand“ unter der Leitung des BMI 15 Projekte nominiert. Diese wurden in den Kategorien „Nachwuchsarbeit“, „Innovative Konzepte“ und „Unterstützung des Ehrenamtes“ mit dem Förderpreis geehrt. Zum Jubiläum der Preisverleihung wurden drei weitere Preise in der Sonderkategorie „Nachhaltigkeit“ verliehen. Die Preisverleihung fand im Museum für Kommunikation in Berlin statt.

Die Preise übergab der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer. Er betonte, wofür der Förderpreis „Helfende Hand“ steht: „Das Ehrenamt ist ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. Aber diese Selbstverständlichkeit darf nicht dazu führen, dass wir vergessen, was die Menschen leisten, wie viel Freizeit und auch privates Engagement sie einbringen und welchen Belastungen und Herausforderungen sie dabei ausgesetzt sind. Deshalb ist es auch mir persönlich so wichtig, heute mit der Veranstaltung und diesem Förderpreis ein Zeichen für alle helfenden Hände im Bevölkerungsschutz zu setzen. Sie haben unsere Anerkennung verdient und ich möchte Ihnen ganz herzlich Dank sagen.“ Der Förderpreis wurde 2009 ins Leben gerufen, um das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz zu stärken und den Nachwuchs zu fördern.

Über die Ziele des Preises sagt BBK-Präsident Christoph Unger: „Die Förderung des Ehrenamtes ist eine zentrale Aufgabe des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die wir sehr ernst nehmen. Das Ehrenamt ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres gesellschaftlichen Systems und Grundlage des Bevölkerungsschutzes. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, die Arbeit der Ehrenamtlichen zu fördern, Danke zu sagen und ihr Engagement für eine breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen.“

Die Gewinner

Die THW-Jugend Mecklenburg-Vorpommern e.V. gewann den ersten Preis in der Kategorie „Nachwuchsarbeit“ mit ihrem Projekt „Kids machen mobil“. Mit einem voll ausgestatteten Promotionmobil touren die THW-Jugendgruppen durch das Land und begeistern so neue Mitglieder. Das Promotionmobil verfügt nicht nur über allerlei Veranstaltungstechnik, sondern auch über eine Hüpfburg und eine Kinderdisco.

In der Kategorie „Innovative Konzepte“ durfte sich der Arbeiter Samariter Bund Schleswig-Holstein e.V. über den ersten Preis freuen. Das Gewinnerprojekt „Saving Life“ hat eine gleichnamige App entwickelt, bei der sich ausgebildete Ersthelfer registrieren können und in Notfällen alarmiert werden. Der ASB spricht potentielle App-Nutzer direkt bei Erste-Hilfe-Kursen an und konnte so bereits ein Netzwerk von 2.400 Ersthelfern über die App aufbauen.

Der erste Preis in der Kategorie „Unterstützung des Ehrenamtes“ ging an die Durwen Maschinenbau GmbH aus dem rheinland-pfälzischen Plaidt. Seit 2016 stellt das Unternehmen zehn Mitarbeiter für die Tagesbereitschaft der örtlichen Feuerwehr frei, damit die Versorgung bei Notfällen in der Region gewährleistet werden kann. Den diesjährigen Publikumspreis hat das Projekt „Gemeinsam gegen Gewalt!“ der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen gewonnen. In einem gemeinsamen Projekt werden Kurse für alle Einsatzdienste angeboten, in denen Techniken zur Deeskalation und Selbstverteidigung vermittelt werden.

Der Sonderpreis in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ wurde an drei Projekte verliehen. Die Bergwacht Bayern gewann mit dem Projekt „Innovative Einsatzunterstützung“, bei dem sie Drohnen zur Unterstützung bei Rettungseinsätzen nutzt.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Goslar durfte sich über den Preis freuen. Das Projekt aus Goslar ermöglicht es Kindern, ihren Geburtstag in der Feuerwehrwache zu feiern und dabei mehr über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu lernen.

Der dritte Sieger des Sonderpreises ist das Projekt „Zusammen in die Zukunft“ der Arbeitsgemeinschaft der Augsburger Hilfsorganisationen, die sich seit 2008 organisationsübergreifend engagieren und für einander einsetzen.

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