Vorschub mit "Herkules"

Brückenvorschub: B 19 in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gesperrt

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Am Mittwochabend wird der erste Abschnitt des Stahlunterbaus für die neue Brücke über den Pfeiler an der B 19 (rechts im Bild) hinaus über die Bundesstraße geschoben.

Die Bauarbeiten an der Brücke über B19 und Iller zwischen Burgberg und Blaichach kommen gut voran. Jetzt steht ein weiterer Meilenstein an mit dem Vorschub der Stahlträger für den neuen Brückenüberbau. In der Nacht vom 21. auf 22. März muss die B19 deshalb gesperrt werden.

Ganz so spektakulär wie die Sprengung der alten Brücke im vergangenen September wird es diesmal nicht. Mit einem Schwerlasttransporter wird die 150 Tonnen schwere Stahlkonstruktion von Burgberger Seite aus ganz langsam Richtung Bundesstraße geschoben. „Wir wollen schon am Mittwoch ganz dicht an die B 19 kommen, damit wir die nächtliche Sperrung der Straße möglichst kurz halten können“, sagt Christoph Wipper, Chef der Tiefbauverwaltung des Landkreises Oberallgäu.

Wie schon bei der Brückensprengung im vergangenen Herbst muss der Verkehr beim Brückenvorschub erneut eine Nacht lang umgeleitet werden. Die B 19 ist von Mittwochabend, 21 Uhr bis Donnerstagmorgen um 5 Uhr komplett gesperrt. Falls die Arbeiten gut vorankommen, könnte die Bundesstraße schon etwas früher wieder frei gegeben werden. 

Bereits am Montag und Dienstag diese Woche laufen die Vorarbeiten auf vollen Touren. Laut Plan sollte der extra „angereiste“ Schwerlasttransporter den 150 Tonnen schweren Brückenunterbau schon am Mittwoch bis an den Pfeiler direkt am Fahrbahnrand der B 19 gebracht haben. „Dann brauchen wir in der Zeitspanne der Sperrung nur noch die Bundesstraße überqueren“, erklärt Christoph Wipper. „Das schaffen wir.“ 

Etwaige Probleme beim Vorschub über die B19, der um 21 Uhr beginnt, seien so jedenfalls kaum zu erwarten. Nach dem ersten „Akt“ ist erst einmal Halbzeit beim Vorschub. Allerdings nicht in Form einer Pause. Vielmehr wird die derzeit etwa 80 Meter lange Stahlträgerkonstruktion auf Burgberger Seite weiter verlängert; die Stahlteile liegen schon parat. Dann folgt voraussichtlich im Mai der zweite Vorschub, der das Illerufer auf Blaichacher Seite erreichen wird. 

Insgesamt ist die neue Brücke 163 Meter lang. Zaungäste können den ersten Vorschub von Blaichacher Seite aus schon tagsüber beobachten und den Schwerlasttransporter bei der Arbeit bestaunen. Fast schon Logenplätze haben dabei die Bewohner der Hochhäuser. Der „Goliath“, das größte Modell seiner Gewichtsklasse kommt allerdings nicht. Sein etwas kleinerer Bruder „Herkules“ wird den Kraftakt stemmen. Aber ein „dicker Brummer“ sei es auf jeden Fall. 

Brückenbau über B19 und Iller

 © Josef Gutsmiedl
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Umleitungen

Dicht heran an das Geschehen komme man auf Burgberger Seite allerdings nicht, betont die Bauleitung. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, muss für den Verschub des frei auskragenden Brückenendes die B 19 im Zuge einer ersten Nachtsperrung von Mittwoch, 21. März, 21 Uhr, bis Donnerstag, 22. März, 5 Uhr, voll gesperrt werden. Die Umleitung in Richtung Norden: Ausleitung an der Anschlussstelle Sonthofen-Nord, Umleitung über Burgberg, Goimooskreisel, Birkenallee, Anschlussstelle Rauhenzell. In Richtung Süden: Ausleitung an der B19-Anschlussstelle Rauhenzell, Umleitung über Rosskopfkreisel Immenstadt, Blaichach, Sonthofen-Rieden, Anschlussstelle Sonthofen-Nord.

gts

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