Millimeterarbeit beim Brückenvorschub

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In den vergangenen Wochen herrschte trotz der winterlichen Arbeitsbedingungen Hochbetrieb auf der Baustelle an der B 19 bei Immenstadt/Stein: Zahlreiche Schweißer waren mit dem Zusammenbau der ersten drei „Schüsse“ – so nennt man die mittels Schwertransport lieferbaren Stahlhohlkästen – beschäftigt.

Ende vergangener Woche wurde der erste Abschnitt der neuen Illerbrücke bei Stein eingeschoben. Millimeterarbeit. Der fast 90 Meter lange Stahlunterbau musste präzise den ersten Zwischenstopp auf dem westlichen Pfeiler erreichen. Damit auf der leicht abschüssigen „Bahn“ nichts schief gehen konnte, hatten die Ingenieure noch Ballast auf das Endstück gepackt, bevor die knifflige Aktion beginnen konnte. Mittels „Herkules“ – einem selbstfahrenden Schwerlastfahrzeug – wurde nach Kontrolle der gesamten Verschubeinrichtungen durch den Prüfingenieur die rund 300 Tonnen schwere Stahlkonstruktion langsam über die Bahnstrecke ostwärts verschoben. Spannendster Moment war gegen Ende der zweistündigen Vorschub- aktion das Anheben der dann 46 Meter frei auskragenden Stahlträger mittels Kranwagen und das Ablegen auf dem ersten Pfeiler. Dort „ruht“ die Konstruktion vorerst auf Gleitböcken, bevor der nächste Teilabschnitt eingeschoben werden kann. In den kommenden Wochen werden weitere Teile des Unterbaus angeliefert und an das erste Brückenstück angeschweißt.

Brückenvorschub in Immenstadt

 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
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 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
 © Josef Gutsmiedl
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gts

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