Gut-bürgerlich auf italienisch

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Die erste Pizza „Gutes vom Dorf“ wurde Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried (links) direkt am Pizzaofen von Stefan Emanuele Modado „serviert“.

Ofterschwang – „Gutes vom Dorf“ gibt es jetzt auch als original italienische Pizza! Das Restaurant im Ofterschwanger Haus – direkt an der Weltcuppiste – hat mit der „Pizzeria Cortina“ eine Ergänzung gefunden, die das gastronomische Angebot abrundet.

Bürgermeister Alois Ried ist begeistert, was in wenigen Wochen aus der „Idee“ vom Neustart für das Ofterschwanger Haus geworden ist. Der Anbau an das Ofterschwanger Haus –in bester Südlage mit Blick auf die Allgäuer Berge und den Zielhang der Weltcuppiste – habe seine Bewährungsprobe in den vergangenen Weihnachtsferien schon bestanden: Pizzeria wie das Restaurant mit gut-bürgerlicher Küche funktionierten perfekt. Und auch der Gemeinderat sowie die am Bau beteiligten Unternehmen und Handwerker zeigte sich bei der „Premiere“ begeistert – vom Anbau wie von der Pizza gleichermaßen.

Das Restaurant des Ofterschwanger Hauses war in den letzten Jahren zunehmend zum Problem geworden, da die Verpachtung nicht mehr „richtig funktioniert“ habe, wie es Bürgermeister Ried zusammenfasst. Seit Mai vergangenen Jahres war das Haus erneut ohne Pächter.

Andererseits war man sich im Ort und Gemeinderat einig, dass Restaurant und Saal wichtig seien. Ried hatte eine Lösung im Kopf, die einmal den Betrieb des Ofterschwanger Hauses sichern sollte, und zum anderen das bestehende gastronomische Angebot ergänzen würde. „Wir sind da zwar gut aufgestellt; aber die meisten Gasthäuser und Restaurants bieten nur bis 20 Uhr warme Speisen an“, beschreibt Ried das Manko. „Wir wollten einen neuen Weg gehen.“

„Restaurant-Tester“ Ried machte sich auf die Suche, einen neuen Pächter zu finden, der auf beiden Hochzeiten tanzen wollte und konnte: italienisch und gut-bürgerlich. Zehn Pizzerien habe er sich zwischen Kempten und dem Kleinwalsertal angeschaut, wo er schließlich fündig wurde und Iwan di Marco und dessen Familie für seine Pläne begeistern konnte.

Dann musste alles schnell gehen, um den Leerlauf im Ofterschwanger Haus nicht noch länger zu haben. Anfang November begannen die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau, der an der Südseite des bestehenden Gebäudes angefügt wurde – wie ein großzügiger Wintergarten.Unter „Regie“ des örtlichen Generalunternehmers für das Projekt, Franz Bietsch, und des Bürgermeisters ging es im Eiltempo voran. „Das gute Wetter hat die Sache natürlich auch beschleunigt“, räumt Bietsch ein. Der Pizzaofen wurde von einem Fachmann aus Italien gebaut. Pünktlich zur Weihnachtszeit konnte die neue Holzofen-Pizzeria „Cortina“ die ersten Gäste begrüßen.

„Seitdem läuft‘s“, freut sich Ried. Die Aktion zeige einmal mehr, dass man in kurzer Zeit etwas erreichen könne, wenn man entschlossen an einem Strang ziehe.

Gut 30 Sitzplätze bietet der neue Anbau. „So etwas geht nur als Familienbetrieb“, weiß Ried, selbst gelernter Koch. Der rührige Bürgermeister hatte dann zur kleinen Feier mit den Beteiligten noch eine Überraschung parat: Die heimischen Produkte aus dem Warenkorb „Gutes vom Dorf“ durften in der Pizzeria nicht fehlen. Die Pizza- bäcker Iwan und Stefan entwarfen kurzerhand eine Pizza „Gutes vom Dorf“, die auch mit Käse und Schinken aus Ofterschwang belegt ist. Diese ganz regionale Spezialität soll sich künftig auf der Speisekarte finden.

Josef Gutsmiedl

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