"Mit Herz, Geist und Verstand geplant"

+
Bei der symbolischen Schlüsselübergabe für die Kinderkrippe schien Bürgermeister Hubert Buhl (2. v.l.) leicht irritiert. Den Schlüssel sollte Max Maurer (3.v.re.) und nicht Pfarrerin Antje Pfeil-Birant erhalten. Architekt Martin Polzer und Pfarrer Marek Pokorski (v.re.) schmunzeln amüsiert, ebenso Pfarrer Helmut Kempter (li).

Sonthofen - Mit einem Festgottesdienst feierte die Pfarrei St. Christoph die Fertigstelllung der neuen Kinderkrippe, bevor die Räume zum Auftakt des Pfarrfestes von Pfarrer Marek Pokorski, Pfarrer Helmut Kempter und Diakon Norbert Oeing in Sonthofen-Rieden gesegnet eingeweiht wurden. Nur ein halbes Jahr verging zwischen Baubeginn im März und der Schlüsselübergabe.

Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl sagte schmunzelnd, dass mit der Erteilung des Segens die Einrichtung dann sicherlich vollkommen sei, auch wenn noch der eine oder andere Teil der Ausstattung fehle. „Die Kinderkrippe“, so Bürgermeister Buhl, „ist mit Geist, Herz und Verstand geplant und errichtet worden und ich bin sicher, dass die Einrichtung auch in diesem Sinne geführt wird.“ 

Buhl unterstrich, dass das Gebäude in einem problemlosen, konstruktiven Miteinander entstanden sei. Die Gesamtbaukosten betragen 825.000 Euro, wobei sich der Anteil der staatlichen Förderung auf 665.000 Euro beläuft. Der Eigenanteil von Stadt und katholischer Kirche auf beträgt jeweils 86.000 Euro. Das sei viel Geld, aber auch eine gute Investition in die Zukunft, kommentierte Buhl die Rechnung. 

Weiter erinnerte Buhl an den zügigen Baufortschritt: Am 25. März sei erst der Spatenstich erfolgt, und wenige Monate später könne das Gebäude bereits offiziell übergeben werden. Er bedankte sich für „diese großartige Leistung“ bei den Handwerkern und insbesondere bei den Planern. 

Architekt Martin Polzer stellte das lichtdurchflutete moderne Gebäude vor. Es wird von einem zentralen Raum erschlossen, der als eine Art Mehrzweckraum und Aula genutzt werden kann. So verringere sich die „Verkehrsfläche“, also Gänge, und umso mehr Spielfläche sei entstanden, erläuterte Polzer die Idee. Das Gebäude habe nicht nur einen ausgezeichneten Schallschutz aufzuweisen, sondern auch eine vorbildliche Energieeffizienz. Die komplette Wärmeenergie für Heizung und Brauchwasser wird über eine Wärmepumpe gewonnen. Es sei somit ein fortschrittliches Haus, in welchem sich die Erzieherinnen mit ihren 29 Kleinen in der Wichtel- und Zwergengruppe sicherlich wohl fühlen würden, so Polzer. 

Als ein Zeichen ökumenischer Verbundenheit wurde die Teilnahme der evangelischen Pfarrerin Antje Pfeil-Birant gesehen. Die Träger der Sonthofer Kindertagesstätten sollten vertrauensvoll zusammen wirken; sie hätten ja die gleiche gesellschaftliche Aufgabe, nämlich im apostolischen Auftrag Jesu zu wirken „Lasset die Kindlein zu mir kommen“. So sollen die Kinder Liebe und Vertrauen, Erziehung und Bildung in einem christlichen Umfeld erfahren und sich angenommen und behütet fühlen. 

Max Maurer von der Kirchenverwaltung erinnerte daran, dass die Kinderkrippenleiterin, Mareen Egger, und ihr Team bereits seit Anfang September die Kleinen in der „Wichtelstube“ und dem „Zwergennest“ in ihrer Obhut hätten und wünschte ihnen für ihr Wirken Gottes Segen.

Hans Ehrenfeld

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Bockbierfest in Oberstdorf
Bockbierfest in Oberstdorf
In Oberstdorf wird Wasser zu Bier
In Oberstdorf wird Wasser zu Bier
Football-Ladies suchen Verstärkung
Football-Ladies suchen Verstärkung

Kommentare