Neue Regentin

Bayerisches oder Deutsches Reinheitsgebot? Den „Tag des Deutschen Bieres“ nahmen Herbert Zötler und Engelbräu-Chef Hermann Widenmayer gerne zum Anlass, um die 7. Rettenberger Bierkönigin Kathrin III zu inthronisieren. Nicht ohne deren Vorgängerin Cornelia I für ihre zweijährige Regentschaft zu danken.

Souverän hatte Cornelia I auf zahlreichen offiziellen Festen, Messen, Bierseminaren sowie regionalen und nationalen Veranstaltungen, Deutschlands südlichstes Brauereidorf und deren jahrhundertealte Privatbrauereien Engelbräu und Zötler würdig repräsentiert. Die neue Bierkönigin Kathrin III stammt aus einer alteingesessenen Landwirtsfamilie mit vier Kindern. Nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung zur Kinderpflegerin absolviert die 19-jährige nun eine Ausbildung als Großhandelskauffrau in Immenstadt. In ihrer Freizeit spielt Kathrin Kiesel, wie sie mit bürgerlichem Namen heißt, Klarinette in der Musikkapelle Rettenberg. Die Brauerei-Jury – einem Gremium aus den beiden Brauereien, Gemeinde und Gästeinformation – überzeugte sie vor allem mit ihrem natürlichen Charme und ihrer Schlagfertigkeit. Was in „a saub’res Bier“ nach dem Bayerischen Reinheitsgebot gehört, beantwortete Herbert Zötler noch Cornelia I: „Wasser, Hopfen und Malz. Später wurde der Gärprozess durch Hefe unterstützt.“ Trotz der begrenzten Zutaten, gibt es rund 4000 verschiedene Biersorten im Lande. Seit März 1987 müssen sich nur noch deutsche Brauereien an das älteste Lebensmittelgesetz Deutschlands halten. „Der deutsche Verbraucher, seit über 500 Jahren eingeschworen auf die Braukunst im Lande, lässt Abweichungen vom Reinheitsgebot nur in ‘homöopathischen Größenordnungen zu’, schmunzelt Herbert Zötler. „Braukunst auf allerhöchstem Niveau“, lobte 1. Bürgermeister Oliver Kunz. Auf den Maibaumfesten am 1. Mai in Rettenberg, Untermaiselstein und Vorderburg und am 3. Mai in Kranzegg wird Kathrin III den Gästen zum Anfassen nah sein.

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