Neuer Elan bei "Mir Allgäuer"

Auf ein „sehr erfolgreiches Jahr“ mit einigen wichtigen Veränderungen konnte die Vorstandschaft des Vereins „Mir Allgäuer e.V. - Urlaub auf dem Bauernhof“ zurückblicken. Anlässlich der jüngsten Mitgliederversammlung wurde das Kapitel „Neuorganisation“ abgeschlossen und eine neue Vorstandsmannschaft gewählt. Der Erfolg der Idee „Urlaub auf dem Bauernhof“ stehe und falle mit dem Engagement der Mitgliedsbetriebe. Und die rund 500 Mitglieder der Vereins sollen vom Landesverband noch besser „bedient“ und betreut werden, so die Zielsetzung für die künftige Entwicklung.

Nach einigen turbulenten Monaten, auch bedingt durch den Weggang der beiden Geschäftsführerinnen, wurde der Verein „Mir Allgäuer - Urlaub auf dem Bauernhof“ im Frühjahr neu aufgestellt. Hintergrund für die Neuausrichtung war auch das Ende der Projektphase, die durch Mittel aus der so genannten Leader-Förderung der EU gekennzeichnet war. Mit anderen Worten: „Mir Allgäuer“ muss sich als selbständig agierender Verein wie ein Unternehmen selbst tragen. Vorher hatte der Verein jährlich 30000 Euro an Fördermittel als Fixposten verbuchen können. „Am Milchpreis können wir nichts ändern“, fasste die neu gewählte Erste Vorsitzende von „;Mir Allgäuer“, Angelika Soyer aus Rettenberg die Rolle des Vereins zusammen. Aber gerade in dieser schwierigen Zeit sei die Vermietung als zweites Standbein für die bäuerlichen Betriebe wichtig und sichere vielen Höfen das Überleben. Angelika Soyer appellierte an die Solidarität und das Engagement der Mitgliedsbetriebe. Nur durch Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch können die gemeinsamen Ziele erreicht werden. „Einzelkämpfer haben heute keinen Erfolg mehr. Es geht nur voran, wenn alle an einem Strang ziehen.“ Der Verein werde alles daran setzen, den Mitgliedern alle Dienstleistungen zu eröffnen, die benötigt werden. Dabei denke sie auch an die Unterstützung durch externe Dienstleister. Dass die „Sommerfrische von anno dazumal“ passé sei, betonte auch Ministerialrätin Dr. Viktoria Lofner-Meir vom Landwirtschaftsministerium . Auch kleine Betriebe könnten die Krise meistern, wenn sie gut aufgestellt seien. das Angebot „Urlaub auf dem Bauernhof“ verlange viel persönlichen Einsatz - Zeit, Liebe und Engagement. Lofner-Meir: „Aber der Markt muss stimmen!“ Dazu müsse das Marketing besser werden, regt sie an. Wie wichtig die intakte bäuerliche Landwirtschaft gerade für den Tourismus im Allgäu sei, rief Gertrud Knoll, Stellvertretende Landrätin im Oberallgäu, in Erinnerung: „Ohne Landwirtschaft kein Tourismus - ohne Tourismus keine Landwirtschaft.“ Der Kontakt vor Ort sei eine Chance, die Bewusstseinsbildung beim Verbraucher zu fördern. Über die Strategie- und Marketingkonzepte informierte schließlich Susanne Warlimont vom Landesverband „Urlaub auf dem Bauernhof“. Die Marketing-Expertin stellte klar: Angesicht eines weltweiten Konkurrenzkampfes sei auf dem Markt „der Teufel los“. Das Angebot Urlaub auf dem Bauernhof biete aber etwas, wonach sich viele Menschen sehnten: Heimat, Zeit, Naturerlebnis... Viel positives Image also, wie der Begriff Bayern allgemein. Der Landesverband werde alles daran setzen, den Markenbildungsprozess für „Urlaub auf dem Bauernhof“ voran zu bringen, betonte Susanne Warlimont weiter. Der Landesverband sehe sich als Drehscheibe. Das wichtigste Element seien aber die Mitgliedsbetriebe: „Seien Sie Markenbotschafter!“ Um die Qualität zu verbessern, werde der Internetauftritt verbessert und der Katalog überarbeitet.

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