Ausflug zu den Baustellen

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Die neue Ortsdurchfahrt in Stein ist derzeit im Bau und soll ab Herbst vor allem für Radler und Fußgänger deutliche Verbesserungen bringen.

Quer durch den Landkreis führte die jüngste Bereisung des Bauauschusses des Kreistages. Dabei wurden zwischen Dietmannsried und Obermaiselstein zahlreiche kleinere und größere offene Baustellen besichtigt. Aktuell der dickste Brocken ist der Umbau des Knotens B308 / Kreisstraße OA 5 bei Immenstadt.

Eine „deutliche Verkehrsentlastung“ für Stein verspricht sich der Chef des Kreis-Tiefbauverwaltung, Christoph Wipper, von dem neuen Kreisverkehr. Hier wird in den kommenden Wochen auch ein neuer Park-and-Ride-Platz erstellt, um Pendlern einen direkten Anschluss an den Oberallgäuer ÖPNV zu ermöglichen. „Eine attraktive Geschichte“ werde diese Neuerung. Der Kreisverkehr soll schon im August fertig sein. 

Noch etwas Geduld brauchen Verkehrsteilnehmer bei der neuen Brücke zur B 19. Hier gab es Verzögerungen beim Bauablauf und die Verkehrsfreigabe ist erst im November geplant. Wipper: „Lassen wir uns überraschen.“ Und Landrat Anton Klotz ergänzt: „Wenn es vor dem Winter fertig wird, ist es okay.“ Attraktiver wird im Zuge der Bauarbeiten auch die Radwege-Erschließung zwischen Stein und Immenstadt: Die neue Rad- und Fußwege-Route führt zukünftig durchgängig auf der nördlichen Seite der Kreisstraße OA 5 von Stein (alte B 19) bis ans Grüne Zentrum. Lästiges und oft gefährliches Queren ist dann passé. Klotz: „Das bringt deutlich mehr Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit für Fußgänger und Radfahrer.“ 

Verbesserungen gibt es vor allem durch die neue Ortsdurchfahrt von Stein, wo die Bauarbeiten ebenfalls auf Hochtouren laufen – mit den damit verbundenen Verkehrsbehinderungen. Die bestehende Fußgängerunterführung beim Kindergarten bleibt zwar erhalten, doch wird auf Höhe des Hotels „Krone“ eine zusätzliche Querungshilfe angelegt. Nicht zuletzt davon verspricht sich Hotelbetreiber Helmut Schafroth eine „Bremswirkung“. Schafroth beklagt, dass vor allem nachmittags und abends mit zum Teil hohen Geschwindigkeiten durch den Ort gefahren werde. Für seinen Hotelbetrieb keine schöne Sache, wie er meint. Eine Tempo-30-Regelung konnten Wipper und Klotz nicht zusichern. Man werde aber nach Abschluss der Bauarbeiten im Herbst eine sogenannte Verkehrsschau anstellen, die Lage in der Praxis prüfen und gegebenenfalls über eine Geschwindigkeitsbegrenzung entscheiden. Bis zu 8 000 Fahrzeuge seien täglich auf der Straße unterwegs, ergänzt Wipper. 

An der Riedbergpass-Straße ist heuer ein knapp 600 Meter langes Teilstück in Arbeit. Ende Juli soll die Asphalttragschicht eingebaut werden; dann ist die Straße wieder ohne größere Einschränkungen befahrbar. Ende Oktober muss allerdings für den Einbau der Verschleißschicht erneut einige Tage gesperrt werden. Im kommenden Jahr folgen weitere Arbeiten im Rahmen des Vollausbaus. Letzte Station der Bereisung: die Kreisstraße OA 27 bei Gunzesried. Hier ist der Ausbau eines rund 1100 Meter langen Teilstücks laut Christoph Wipper im Zeitplan. Noch vor dem Viehscheid Mitte September soll alles weitestgehend fertig sein, so Wipper.

gts

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