Haus Oberallgäu: Neuer Pächter, neues Gewand, alter Name

Frischer Wind im Haus Oberallgäu

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Lautstarker Auftakt: Der neue Pächter, Ludwig Reiser (auf dem Foto hinten), zog zur Neueröffnung mit den Grundspitzschallmaien ins Haus Oberallgäu ein.

Sonthofen – Frischer Wind im Haus Oberallgäu: nach dem Pächterwechsel im Sommer präsentiert sich das Haus Oberallgäu in Sonthofen jetzt in „neuem Gewand“. In den vergangenen Wochen wurde das Haus auf Vordermann gebracht und der neue Pächter setzte erste „Zeichen“. 

Alles beim Alten bleibt dagegen beim Namen – das Haus Oberallgäu wird nicht umbenannt. Ein „neues Veranstaltungszentrum“ sei es nicht geworden, räumte Sonthofens Bürgermeister Hubert Buhl bei der offiziellen Eröffnungsfeier ein. Die finanzielle Situation der Stadt hätte wenig Spielraum gelassen, doch mit einer „flotten Farbgebung“ und einigen kleineren aber effektiven Sanierungsarbeiten habe das Haus Oberallgäu gewonnen. Der Saal wurde – ebenfalls mit bescheidenen Mitteln – freundlicher gestaltet und wirke, so Buhl, durch seine Helligkeit nun viel größer. 

Zudem sei die Stadt froh, mit dem neuen Pächter, Ludwig Reiser, eine Persönlichkeit gefunden zu haben, die die Geschicke des Hauses in die Hand nehme und verantwortlich weiter betreibe. „Aber die Sonthofer müssen das Haus Oberallgäu auch nützen“, appellierte Buhl an die Bürger, die Vereine und die Organisationen das Haus zu beleben. „Damit zeigen Sie Ihre Wertschätzung und belohnen das Engagement des Pächters.“ Unberührt vom Pächterwechsel bleibt die Präsenz der Evangelischen Soldatenbetreuung im Haus Oberallgäu. 

Ludwig Reiser ist seit Anfang August Pächter des Haus Oberallgäu. Er unterstreicht sein Ziel, mit Allgäuer Küche und regionalen Produkten die Erwartungen der Gäste zu erfüllen. „Gut, frisch und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis“, skizziert Reiser sein Konzept und den frischen Wind in der Küche und beim Service. Reiser setze die von der Stadt proklamierte Philosophie von bio – regional – fair konsequent um, lobt Bürgermeister Buhl die ersten Signale des Pächters. 

Alles beim Alten bleibt dagegen beim Namen für das einstige „Soldatenheim“ und dem später in Haus Oberallgäu umgetaufte „Veranstaltungszentrum“, das die Stadt Sonthofen vor einigen Jahren von der Evangelischen Soldatenbetreuung der Bundeswehr übernahm. Auch wenn viele Vorschläge für eine Umbenennung eingegangen seien, habe sich der Kulturbeirat und der Stadtrat letztlich für die Beibehaltung des „gut eingeführten Namens“ ausgesprochen. Von „Haus Mitanond“ bis „SF“ reichte die Liste der Vorschläge für einen neuen Namen. Alle 63 Teilnehmer des Wettbewerbes wurden jetzt mit einem kleinen Geschenk belohnt, die Hauptgewinner – Sabine Immler und Slavica Beslic – erhielten hochwertige Gutscheine.

Josef Gutsmiedl

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