Wirtschaftsvereinigung will schlagkräftiger werden

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Die Alten sind die Neuen: Erster Vorsitzender Dr. Hans-Peter Keiß (von rechts) mit Kommunikationsreferent Hans Fili und der Stellvertretenden Vorsitzenden Hilde Moritz.

Sonthofen – Die Wirtschaftsvereinigung Sonthofen, der Zusammenschluss der Einzelhändler in der Stadt, will stärker und schlagkräftiger werden. Mitgliederzuwachs, einheitliche, zeitgemäße Öffnungszeiten und ein gutes Angebot sollen die Vereinigung schlagkräftiger machen und die Stadt als Einkaufsstandort stärken.

Mit dem neuen Vorstoß, die Öffnungszeiten der Geschäfte in der Innenstadt „auf einen Nenner“ zu bringen, will der Kommunikationsreferent der Wirtschaftsvereinigung ASS (Attraktive Stadt Sonthofen), Hans Fili, das alte Problem lösen: die unterschiedlichen Öffnungszeiten der Geschäfte. In den Köpfen herrsche die Vorstellung, dass in Sonthofen „eh alle Geschäfte zu sind“, so Fili. Sonthofen stehe in der Tat „schlecht da“ was diesen Punkt angehe; jeder gestalte seine Öffnungszeiten nach Belieben. „Es ist an der Zeit für einen neuen Versuch.“

Zusammen mit der Stadtverwaltung sollen jetzt mit dem Projekt „Zentrum“ möglichst viele ASS-Mitglieder aber auch weitere Geschäftsinhaber für die neue Kampagne gewonnen werden. „Zumindest die Kernöffnungszeiten müssen endlich einheitlich werden als Signal das zeigt: hier finde ich geöffnete Geschäfte!“, betont Fili in der jüngsten Mitgliederversammlung. Ab 1. Mai sollen die Geschäfte werktags bis mindestens 18 Uhr geöffnet haben, am Samstag zumindest bis 16 Uhr. „Das bringt uns voran.“ Man müsse „die Spirale durchbrechen“, pflichtet Center-Manager Maximilian Haag vom Freizeitbad Wonnemar bei.

Die morgendliche Öffnungszeit sei nicht so wichtig, ergänzt Hans Fili. „Aber mittags müssen die Läden durchgehend offen sein.“ Wenn 90 Prozent mitmachten, sei schon viel erreicht, hofft Fili auf eine gute Resonanz. Und die Stadt ziehe auch nur mit, wenn sich möglichst viele Geschäfte beteiligten. Wie das die kleineren Geschäfte schaffen sollen, kann sich allerdings Claudia Heimhuber kaum vorstellen. Es sei nicht einfach, Personal vorzuhalten für Zeiten, die nicht gerade als umsatzträchtig gelten.

Leben in die Stadt bringen soll schon der Verkaufsoffene Sonntag am 2. April. Der Tag steht wieder unter dem Motto „Gesund und mobil ins Frühjahr“ und ist verbunden mit einem Fairtrade-Markt in der Markthalle. Als besondere Attraktion sollen Rikscha-Fahrten mit örtlichen Promis – etwa Altbürgermeister Hubert Buhl – angeboten werden und „Taschenbutler“, die Einkäufe zum Auto tragen. Das Alpenfestival wird am 4./5. August stattfinden und die BR-Radltour am Ende der letzten Etappe in Sonthofen empfangen. „Ein Riesending“, so Fili. „Da ist die Stadt voll und wir wollen was bieten.“ Am Samstagabend soll es aber keine lange Einkaufsnacht geben, da die Radltour mit Livekonzerten auf dem Marktanger schon am frühen Abend für Stimmung sorgt. Die Geschäfte werden bis 20 Uhr geöffnet sein.

„Gut etabliert“ hat sich offenbar die „Livenacht“ am ersten Freitag jeden Monats. Das sei bislang allgäuweit einzigartig, so Fili in seinem Bericht. Der Erfolg stehe und falle mit dem Angebot der Gastronomie. Das gelte auch für das „Alpenfestival“. Beide Veranstaltungen wirkten über das unmittelbare Stadtgebiet hinaus.

Auch der Versuch mit vier Adventsmärkten sei erfolgversprechend verlaufen, so Hans Fili weiter. Nur ein Marktwochenende, bislang der traditionelle Lions-Markt, habe wenig Wirkung. „Vier Wochenenden tun gut“, rät Fili. Zudem könnte der Adventsmarkt noch wachsen.

Generell gelte es, positive Botschaften zu verbreiten, keine Gerüchte, unterstreicht Hans Fili beim Thema „Stadtgeist“. Die gegenseitige Unterstützung sei entscheidend für den Zusammenhalt: „Reden Sie miteinander, nicht übereinander.“

Bei den Neuwahlen blieb alles „beim Alten“ – die gesamte Vorstandschaft wurde in den Ämtern bestätigt. An der Spitze Dr. Hans-Peter Keiß und seine Stellvertreterin Hilde Moritz mit der „Mannschaft“ Hartmut ­Bruns (Finanzen), Hans Fili (Kommunikation), sowie die Beisitzer Romana Rist-Liebrecht, Andreas Maier und Thomas Wirthensohn.

gts

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