Nicht ganz freiwillige Spenden?

„Die Spenden werden freiwillig gegeben und die Zuteilung eines Wunschkennzeichens erfolgt davon unabhängig.“ Dieser Satz zu den im Jahr 2009 zusammengekommenen 2750 Euro Spenden im BürgerService Zulassung (der KREISBOTE berichtete) brachte einen Kemptener Bürger jetzt in Aufruhr. Er meinte, dass die Spenden nicht freiwillig seien, sondern pro Wunschkennzeichen Gebühren erhoben werden, die dann als Spenden ausgelegt werden.

Diesen Verdacht dementierte Anita Heine, Mitarbeiterin im BürgerService Zulassung, vergangenen Donnerstag gegenüber dem KREISBOTE. „Wenn ein Bürger ein Wunschkennzeichen möchte, kann er das telefonisch, im Internet oder persönlich beim BürgerService Zulassung anfordern“, erklärte sie. Sobald ein Buchstabe oder eine Ziffer des Kennzeichens vom Kunden gewünscht wird, zählt es als Wunschkennzeichen. Und für jedes Wunschkennzeichen muss eine Gebühr von 10,20 Euro gezahlt werden. Aber natürlich nur, wenn das Kennzeichen dann auch genommen wird. Normale Gebühren „Das hat aber nichts mit den Spenden zu tun“, betonte Heine: „Die Gebühr von 10,20 Euro ist in der Gebührenordnung vorgeschrieben.“ Jeder Kunde sollte bereits am Schalter informiert werden, dass er für ein Wunschkennzeichen Gebühren zahlen muss, fügte sie an. Wenn ein Kunde einen ganz besonderen Kennzeichenwunsch äußere, wie zum Beispiel eine sogenannte Schnapszahl, fragen die Mitarbeiter in der Zulassungsstelle in der Regel, ob der Kunde zusätzlich noch spenden möchte, erläuterte die Mitarbeiterin. Die 2750 Euro sind also durch freiwillige Spenden von Kunden zusammengekommen, die besondere Wunschkennzeichen anforderten.

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