Doppelschlag mit Käse

Bergkäseausstich: Zwei Siegerpreise für Bernhard Hartl von der Alpe Schattwald-Rohrmoos

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Bergkäseausstich: Zwei Siegerpreise für Bernhard Hartl

Oberallgäu – Mit Milch und Käse kennen sich die Teilnehmer des traditionellen Bergkäseaussstichs des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu AVA allesamt gut aus. Jetzt ging es um die „Meisterschaft“ und die Medaillen für die Alp- und Bergkäse aus dem vergangenen Alpsommer. Mit Bernhard Hartl von der Alpe Schattwald-Rohrmoos bei Oberstdorf holte ein „alter Hase“ gleich beide Siegerpreise – und die prächtigen Siegerglocken für die Kategorien Alp- käse und Bergkäse.

Eindrücke vom Bergkäseausstich

 © Josef Gutsmiedl
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Die große Landwirtschafts- und Verbrauchermesse „Grüne Woche“ in Berlin hat Bayerns Milchprinzessin Miram Weiß aus Betzigau noch nicht selbst erlebt. Doch die Teilnahme als Zuschauerin beim Käseausstich sei auf jeden Fall ein interessantes Erlebnis. Die Milchprinzessin ist auf einem Milchviehbetrieb zuhause und arbeitet als Milchwirtschaftliche Laborantin bei einer großen Molkerei in Kempten, ist also „vom Fach“. Ihr Urteil nach dem Prüfgungsmarathon durch 43 Berg- und Alpkäse: „Jeder ist gut, aber jeder eine Nuance anders...“

Genau um diese Nuancen geht es beim Bergkäseausstich, den der Alpwirtschaftliche Verein heuer schon zum 63. Mal durchführte. Geprüft wird von einer Fachjury, anonym und nach anerkannten Kriterien. Für fünf Kriterien werden jeweils Punkte vergeben: Aussehen außen und innen, Konsistenz, Geruch, Geschmack. „Dabei wird unter den Juroren auch mal diskutiert“, erläutert Oberrichter Dr. Valentin Sauerer von der Molkereifachschule in Kempten die Prozedur. Etwa bei der Frage, ob ein Käse noch als würzig gilt, oder als salzig empfunden wird. Regelrecht „stinken“ soll er auch nicht, am Besten angenehm nach Käse duften.

Unterm Strich, so Sauerer, wurde heuer „eine erfreulich gute Qualität“ vorgestellt und entsprechend bewertet. Beim Alpkäse (bis 15 Kilogramm Gewicht) gab es fünf Goldmedaillen, beim Bergkäse sogar sieben. Mithin ein Ausdruck für ein hohes Qualitätsniveau.

Den Knackpunkt bei der Käseproduktion brachte der Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins, Dr. Michael Honisch auf den Punkt: „Einblick in das Endprodukt hat man erst nach einem halben Jahr.“ Dazwischen liege das Handwerk des Käsens, die Käsepflege und viele Faktoren, die nicht immer zu beeinflussen seien. „Und ein glückliches Händchen gehört auch dazu.“

Der Wettbewerb dient letztlich auch der Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung, und als Anreiz zur Verbesserung. „Ihr alle macht hervorragende Produkte!“, lobte Landrat Anton Klotz die Arbeit der Sennerinnen und Senner auf den Allgäuer Alpen. „Ein Juwel, das kein anderer Landkreis vorweisen kann“, nannte er die mehr als 600 Alpen im Oberallgäu, darunter mehr als 40 Sennalpen. Die hervorragenden Produkte müssten aber auch gut vermarktet werden, so Klotz. Dabei nannte der Landrat auch den Verein „Allgäuer Alpgenuss“, der sich besonders für regionale Produkte auf den bewirtschafteten Alpen stark macht.

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