Auf eine neue Rekordjagd

Noch im Juni startet neue Kampagne "Schul- und Stadtradeln"

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Nach dem Schulradeln ist vor dem Schulradeln, meinten Landrätin Indra Baier-Müller (von links), Raiba-Vorstandssprecher Heinrich Beerenwinkel und Schulrektor Michael Renner.

Oberallgäu – Der aktuelle Rekord ist schon die Steilvorlage für die nächste Runde. Beim Schul- und Stadtradeln 2019 hatte das Gymnasium Immenstadt mit 32000 Kilometer Radfahr-Leistung in drei Wochen ordentlich vorgelegt. Der Hauptpreis, eine Fahrrad-Service-Station, wurde jetzt in der Aula des Gymnasiums offiziell in Betrieb genommen.

Ein wesentliches Ziel der Aktion Stadt- und Schulradeln ist es, unnötige Autofahrten für den Schulweg möglichst zu vermeiden. Statt „Elterntaxi“ zur Schule und nach Hause sollen die Schülerinnen und Schüler die Mobilität des Fahrrads erkennen und bewusst nutzen – für den Schulweg und darüber hinaus, unterstrich Landrätin Indra Baier-Müller bei der Übergabe der neuen Fahrrad-Servicestation. Der Landkreis habe sich gerne als Unterstützer der Kampagne eingebracht; passe der Wettbewerb doch sehr gut in das Projekt „100-Prozent-Klimaschutz“ des Landkreises Oberallgäu.

Und auch die Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu als Sponsor des Preises habe gerne auf diese Weise bei der „hervorragenden Aktion“ mitgewirkt. „Wir sind auch heuer wieder im Boot“, betonte Vorstandssprecher Heinrich Beerenwinkel. Es gelte, die Fahrrad-Mobilität weiter in den Mittelpunkt zu stellen. Auch der gesundheitliche Effekt sei nicht zu unterschätzen.

Als „Radl-Star“ erwies sich im vergangenen September Schulrektor Michael Renner: Drei Wochen lang verzichtete der Wiggensbacher auf sein Auto und legte während der Aktion seinen täglichen Schul- und Arbeitsweg nach Immenstadt mit dem Fahrrad zurück (wir berichteten). Renner legte die Strecken zwar mit einem Pedelec zurück, doch auch dabei müsse man schon „kräftig mit treten“, wie er betonte. Zudem sei die Strecke mit etlichen Steigungen gespickt. „Die ganze Schule hat gewonnen“, freute sich der Schul-Chef. Seine Schule sei schon als „Radl-Gymnasium“ bekannt. Klar, dass die Schule auch heuer antreten werde, um den Titel zu verteidigen.

Das Team des Gymnasiums Immenstadt zählte rund 350 Teilnehmer, die unterm Strich 32.000 Kilometer verbuchten. Dabei konnten auch Freizeitfahrten mit dem Fahrrad gemeldet werden. Platz 2 ging an das Gymnasium Oberstdorf, das mit knapp 100 Radlern dabei war und 14 000 Kilometer meldete.

Bereits am 24. Juni geht es in die nächste Runde des Stadt- und Schulradelns. Da werde die Konkurrenz wohl groß, so Simon Steuer vom Koordinationsstelle Klimaschutz am Landratsamt Oberallgäu. Immerhin werde die neue Kampagne zusammen mit der Stadt Kempten laufen; und auch die Radstadt Sonthofen wolle ebenso mitmischen wie das Sportgymnasium in Oberstdorf. Diesmal sollen auch verstärkt Firmen und die Kommunalpolitiker „mitradeln“, so Steuer.

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