Sportstättenbau im Plan

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In der Audi Arena laufen die Umbauarbeiten auf vollen Touren.

So sportlich wie der Zeitplan für das Bauprogramm zu den FIS Nordische Ski Weltmeisterschaften 2021 Oberstdorf / Allgäu ist, gehen auch die Arbeiten voran. Sowohl an den Sprungschanzen der Audi Arena als auch im Langlaufzentrum gilt es die Anlagen bis zum Winterbeginn fertig zu stellen.

Trotz des Hubschrauber-Unglücks von letzter Woche, welches bei allen Beteiligten für große Bestürzung gesorgt hat, und obwohl bis zur Fertigstellung noch viel zu tun ist, liegen die Arbeiten voll im Zeitplan.

In der Audi Arena wurde bereits mit den Hangsicherungsmaßnahmen für die Athletenunterführung sowie mit dem Aushub für den neuen Athletenbereich oberhalb der Schanzenanlage begonnen. Zudem werden an der HS 137 derzeit die Banden erneuert. Die neu zu errichtenden Kleinschanzen HS 25 und HS 42 wurden bereits gänzlich zurückgebaut.

Im Langlaufzentrum ist der „alte“ Schneiteich inzwischen komplett mit Kiesmaterial aus dem neu ausgehobenen Schneiteich verfüllt. Die ersten Fundamente und Stützwände für die Funktionsgebäude konnten bereits errichtet, sowie die Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt werden.

Als erste Ausgleichsmaßnahme sind entlang der Rollerbahn im Riedwald fast 90 Wurzelstöcke nach Vorgabe der Umwelt-Baubegleitung verteilt worden. Sie sollen zukünftig vielen Tieren Unterschlupf bieten. In speziell angelegten Teichen haben die Amphibien trotz Baumaßnahmen eine Laichmöglichkeit erhalten und diese sehr gut angenommen.

Im Zuge der Baumaßnahmen verbessern sich sowohl das touristische Angebot Oberstdorfs als auch die Bedingungen für den Nachwuchs-, Hobby- und Leistungssport im Ort maßgeblich. Während die Schanzenanlage eine beliebte Sehenswürdigkeit für die Gäste darstellt, kann das Langlaufzentrum von den Urlaubern im Winter wie im Sommer auch selbst intensiv genutzt werden. Die ehemaligen brachliegenden Kiesflächen werden zukünftig durch Schotterrasen und Grünstreifen attraktiver gestaltet. Mit dem neuen, naturnah angelegten Speicherteich wird das Gelände zu einem Naherholungsgebiet aufgewertet und kommt so den Einheimischen und Gästen gleichermaßen zugute.

Die Investitionen stärken nicht nur die Alleinstellungsmerkmale von Oberstdorf nachhaltig, sondern sichern auch den Status eines Bundesstützpunktes Ski Nordisch sowie die Austragung der Vierschanzentournee und damit umfangreiche in diesem Zusammenhang stehende Umsätze im Ort langfristig ab. Die Bauarbeiten sichern nicht zuletzt zahlreiche Arbeitsplätze im Ort und der Region, was ohne eine Modernisierung und Aufwertung der Anlagen in diesem Umfang nicht gegeben wäre. Vereinzelt werden sogar neue Stellen geschaffen. Zudem werden nach Möglichkeit lokale Unternehmen bei Veranstaltungen mit eventbezogenen Dienstleistungen beauftragt, was ebenfalls Arbeitsplätze vor Ort sichert und die lokale Wertschöpfung steigert.

Zudem sei im Zuge der umfangreichen Investitionen mit einer allgemeinen Verbesserung des Investitionsklimas in der lokalen und regionalen Privatwirtschaft zu rechnen, sind die Verantwortlichen sicher. Erste Positivbeispiele hierfür sehen sie in der Modernisierung der „Sport­alp“ an den Schanzen oder auch die neu gewonnenen privatwirtschaftlichen Investoren für die weitere Modernisierung der Oberstdorfer Bergbahnen (der Kreisbote berichtete bereits)

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