Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zu Besuch bei der Eröffnung des neuen Gipfelrestaurants

Neues Gipfelrestaurant am Nebelhorn: "Das höchste Gipfeltreffen"

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Staatsministerin Ilse Aigner (2. von rechts) war begeistert vom Bergerlebnis als sie in Begleitung von Betriebsleiter Alfred Spötzel (von links), Landrat Anton Klotz, Peter Schöttl von der Nebelhornbahn AG, und dem Landtagsabgeordneten Eberhard Rotter den neuen Nordwandsteig „testete“.

Oberstdorf – Hoher Besuch für ein nicht alltägliches Projekt: Bayern Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ es sich nicht nehmen, den jüngsten Meilenstein der Bergbahnen Oberstdorf / Kleinwalsertal, das Gipfelrestaurant und den ebenso neuen wie spektakulären „Nordwandsteig“, zu eröffnen.

Schlusspunkt für eine – weitere – Rekordbaustelle in nicht alltäglicher Höhenlage von mehr als 2200 Metern. Für Staatsministerin Ilse Aigner hatte die feierliche Segnungs- und Eröffnungszeremonie etwas ganz Besonderes: „Ein echtes Gipfeltreffen!“, so die Ministerin. „Mit unglaublichem Blick“, staunte sie über das sich genau zum Beginn der Feier präsentierende Panorama der rund 400 Alpengipfel. 

„Sie haben hier touristische Maßstäbe gesetzt“, lobte die Wirtschaftsministerin den jüngsten Wurf des Bergbahnunternehmens bei ihren Besuch auf 2224 Metern Höhe. Solche Projekte könne sie sich für das Tourismusland Nummer 1, Bayern, nur wünschen. „Wir sind gut drauf“, brachte Aigner die Tourismusbilanz auf den Punkt. Und das Allgäu sei die Premiumdestination schlechthin. Geschenkt bekomme man das allerdings nicht. Es bedürfe großer Investitionen in die Infrastruktur für den Tourismus, auch in den Ganzjahrestourismus. „Ein weiterer Meilenstein für alle. Ein weiterer Leuchtturm“, schloss die Staatsministerin ihre Gratulation zu dem Gipfelprojekt der Bergbahnen. 

Von einem „neuen Edelstein“ sprach der Oberallgäuer Landrat Anton Klotz. Auch als Vertreter der Genehmigungsbehörde könne er „die Bauherrnschaft nur loben“, so gut wie alles vorbereitet sei. Das Landratsamt habe da wenig zu tun mit Nacharbeit bei den Anträgen. Er, Klotz, hoffe, dass der Freistaat Bayern seine Förderung für Seilbahn- und Liftprojekte weiter aufrecht erhalte. Die Region lebe zu einem großen Teil vom Tourismus. 

Oberstdorf habe seine he­rausragende Stellung im Tourismus hart erarbeitet und setze „nicht selten Maßstäbe“, erinnerte Bürgermeister Laurent O. Mies an die Anfänge der Erschließung des Nebelhorns Anfang der 1930er Jahre. Damals habe man Investoren gesucht und gefunden und schließlich das kühne Projekt Nebelhornbahn verwirklicht. Heute zeige sich, dass sich jeder in den Tourismus investierter Euro auszahle – ob in Bergbahnen oder Beschneiung, oder, so Mies weiter, die aktuelle Generalsanierung der Skiflugschanze. Der Tourismus sei nicht zuletzt unabdingbar für den ländlichen Raum. 

„Ein Zeichen, ein Markstein für das Nebelhorn“, skizzierte Geschäftsführer Augustin Kröll das neue Bergerlebnis auf dem Nebelhorn. Man habe sich bei der Umgestaltung des Gipfelgebäudes viele Gedanken gemacht, viele Diskussionen geführt und letztlich zehn Varianten auf dem Tisch gehabt. Herausgekommen sei „eine kleine Elfe“, spielte Kröll auf die neue Hamburger Elb-Philharmonie in Hamburg an. Nach Plänen des Vorarlberger Architekten Hermann Kaufmann entstand in Rekordbauzeit von acht Monaten ein Bauwerk, das sich harmonisch an den Gipfel des Nebelhorns anschmiegt. Das neue Gipfelkreuz auf dem höchsten Punkt ist wieder weithin sichtbar. 

Das Gipfelrestaurant bietet innen 82 Sitzplätze; auf den beiden Terrassen finden weitere 300 Gäste Platz. Das neue Restaurant verbindet Selbstbedienung und zeitgemäßen Bedienservice. Der imposante Anblick des Gipfelbereichs und das beeindruckende Bergpanorama ringsum wird ergänzt durch das spektakuläre Bergerlebnis des neuen „Nordwandsteigs“. Der rund 100 Meter lang Steig führt über der fast senkrecht abfallenden Nordwand um den Gipfel und bietet mit dem Blick in das 600 Meter tiefer liegende Tal einen Nervenkitzel für Besucher. 

Insgesamt investierten die Bergbahnen Oberstdorf / Kleinwalsertal 5,5 Millionen Euro in das neue Restaurant. Der Nordwandsteig kostete weitere 700 000 Euro. „Das Ziel, herausragende Qualität, exzellente Architektur und zeitgemäße Gastronomie wurde hier eindrucksvoll erreicht“, fasste Peter Schöttl, Vorstand der Nebelhornbahn AG, das Projekt zusammen. Die „gute Mannschaft“ aller beteiligten Firmen und Betriebe habe Großartiges geleistet und trotz widriger Witterungsbedingungen die Punktlandung zum Saisonbeginn geschafft. Selbst der Besuch der Zollbehörden habe keine Beanstandungen ergeben, sagte Schöttl.

Neues Gipfelrestaurant und Nordwandsteig am Nebelhorn

Josef Gutsmiedl

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