SWW Oberallgäu: Mieterfest in der Sonthofer Goethestraße

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Sonthofen – 70 Jahre SWW Oberallgäu: anlässlich dieses Jubiläums lud das SWW seine Mieter am Wochenende zum 3. Mieterfest ein, dieses Mal in der Sonthofer Goethestraße. Bei Live-Musik, einer Hüpfburg für die Kleinen und Informationen zum SWW trafen Menschen aller Altersgruppen zusammen.

„Im Festjahr möchten wir die Vergangenheit liebevoll streifen, die Gegenwart selbstbewusst zeigen und die Zukunft mutig gestalten“, so Martin Kaiser, Geschäftsführer des SWW. Die Vergangenheit „streifen“ konnten die Besucher des Festes an kleinen Plakaten, die die Geschichte des SWW aufzeigten. Gegründet wurde die Wohnungsbaugesellschaft 1947, als durch den Zuzug tausender Flüchtlinge ins Oberallgäu eine akute Wohnungsnot herrschte. Im Juni begann der Bau der ersten SWW-eigenen Wohnanlage, und bereits im Juli 1956 nahm das SWW den Bau der tausendsten Wohnung in Angriff. Seit den 1980er Jahren errichtet und verwaltet das SWW auch Eigentumsobjekte. Heute befinden sich rund 3700 Immobilien im Besitz des SWW.

Nachdem die bestehenden Wohnungen in den vergangenen Jahren gründlich saniert wurden, steht nun die Frage im Raum, wie dem aktuellen Wohnungsmangel begegnet werden kann. Wie Kaiser weiter erläuterte, geht der Trend weg vom Bauen am Stadtrand – auch auf Grund fehlender Infrastrukturen – hin zur Innenstadtverdichtung. Mit Hilfe eines Sozialwissenschaftlers will das SWW in den kommenden Monaten seine Mieter befragen, was ihnen an ihrem Wohnumfeld am wichtigsten ist – nahe Einkaufsmöglichkeiten, Pflegedienste, Kinderbetreuungseinrichtungen, etc. „Wenn wir dies alles wissen, können die Stadt- und Verkehrsplaner die Bedürfnisse und Anregungen in die Planungen mit aufnehmen“, so Kaiser weiter.

Im Namen der Stadt Sonthofen sprach die 3. Bürgermeisterin Ingrid Fischer. Fischer hob hervor, wie wichtig es sei, seine Nachbarn, sein Umfeld zu kennen. Schließlich lassen sich Konflikte besser aus der Welt schaffen, wenn man sich kennt. Ein Mieterfest sei eine hervorragende Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Weiter betonte sie die gute Zusammenarbeit von SWW und Stadt: „Mit dem SWW haben wir einen guten Partner im Bereich Wohnen gefunden!“ In den kommenden Jahren stehe Sonthofen durch die Konversion vor großen Herausforderungen. Schließlich würden mitten in der Stadt 33 Hektar Fläche frei – immerhin 1/7 des gesamten Stadtgebietes. Deshalb sei die Stadt auch bei der Bewältigung dieser Herausforderung auf das SWW angewiesen.

eva

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