Sonthofen: Ideensammlung zur Neugestaltung des Oberallgäuer Platzes

"Ohne Bank kein Geld zur Umgestaltung"

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Zunächst sollen die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen für die Neugestaltung des Oberallgäuer Platzes einbringen, dann die Architekten in einem Wettbewerb. „Das hat dieser Platz verdient!“, machte sich Bürgermeister Christian Wilhelm in der Stadtratssitzung für den zentralen Platz in der Kreisstadt stark.

Sonthofen – Überraschend lange diskutierte der Sonthofer Stadtrat am Dienstag über das weitere Vorgehen in Bezug auf den Wettbewerb zur Neugestaltung des Oberallgäuer Platzes. Schließlich stimmte das Gremium mit drei Gegenstimmen dafür, dass der Bürgerdialog mit externer Moderation und anschließend der Ideenwett- bewerb vorbereitet werden solle.

„Es geht im Wesentlichen darum, die Bürger mitzunehmen“, hob Bürgermeister Christian Wilhelm zu Beginn der Diskussion hervor. Die Bürgerinformationsveranstaltung vergangene Woche habe das große Interesse der Bürgerschaft an dem zentralen Platz in der Kreisstadt gezeigt.

Aus der SPD-Fraktion kamen jedoch Bedenken hinsichtlich der Finanzierung einer möglichen Umgestaltung des Platzes. „Wir binden Kapital, das uns später fehlt“, gab Dr. Gerhard Wimmer zu Bedenken, beispielsweise bei der Konversion, für die FOS oder die Eissporthalle. Steffanie Blaser- Reimund regte an zu prüfen, ob man der Raiffeisenbank nicht ein anderes Areal anbieten könne. Auch befürchtete sie, dass bei einem Straßenneubau die Anwohner zur Kasse gebeten würden.

Die Kosten für den Wettbewerb seien überschaubar, konterte Bürgermeister Christian Wilhelm. Mit dem Wettbewerb sollten Ideen und Planungen gesammelt werden, was man überhaupt aus dem Platz machen könne. Welche Kosten dann bei einer eventuellen Umgestaltung des Oberallgäuer Platzes und seines Umfeldes auf die Stadt zukämen, könne man jetzt noch nicht sagen. „Wir können uns jetzt nicht verbunkern und sagen ‘Wir machen jetzt gar nichts mehr’“, so Wilhelm weiter. Man müsse die Unternehmen in der Stadt halten. „Ohne die Bank haben wir auch kein Geld für die Umgestaltung des Platzes.“ Die Finanzierung sei zumindest gesichterter als bei einigen Projekten aus der Vergangenheit, wie dem Bahnhofsumfeld.

Josef Zengerle (CSU) war es in erster Linie wichtig, erst einmal zu „schauen, was für Möglichkeiten da sind“, und Miriam Duram (FDP) hob hervor, dass in allen Entscheidungen bezüglich des Platzes „Transparenz vonnöten“ sei.

Ingrid Fischer (Grüne) rief in Erinnerung, dass der Wettbewerb ein „ergebnisoffener Prozeß“ sein solle. „Wenn es sich so ergibt, kommt halt kein Gebäude hin“, so die 3. Bürgermeisterin. Ihr sei es wichtig, die Ideen der Bürger anzunehmen und in den Wettbewerb mit einfließen zu lassen. Damit könne die Stadt „Vertrauen zurückgewinnen.“

Ab Februar soll die Bürgerbeteiligung an der Ideenfindung anlaufen, der Ideenwettbewerb Mitte April. Zudem sollen Förderanträge für den Wettbewerb und die externe Moderation gestellt werden.

Eva Veit

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