Mit Spaß an der Politik

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Der CSU-Landratskandidat Toni Klotz (Mitte) will die „beeindruckenden Arbeit“ Gebhard Kaisers fortführen.

Fischen - Mit einer „starken Mannschaft“ eröffnete die Oberallgäuer CSU auf ihrem Neujahrsempfang in Fischen die heiße Phase des Wahlkampfes. .

Bei den Kommunalwahlen im März will die CSU nicht nur in den einzelnen Gemeinden punkten und wieder stärkste Fraktion im Kreistag werden, sondern auch mit ihrem Landratskandidaten Toni Klotz einen CSU-Mann zum Nachfolger von Gebhard Kaiser küren. Klotz ließ in seinem Ausblick auf die kommende Amtsperiode keine Zweifel aufkommen, dass er die „beeindruckende Arbeit“ Kaisers als Landrat fortsetzen will. 

Kernstück der Lebensqualität sei die kommunale Selbstverwaltung mit einem bürgernahen Rathaus, einem ebenso bürgernahen Landratsamt und einem großartigen ehrenamtlichen Engagement der Menschen. „Eine sprudelnde Quelle für soziales Leben“, so skizzierte Klotz. Und eine solche „sprudelnde Quelle für soziales Leben!“ solle der Landkreis Oberallgäu auch in Zukunft sein. „Das ist mein persönliches Ziel in der möglichen Nachfolge von Landrat Gebhard Kaiser.“ Viele Mitbürger hätten ihn, Klotz, in den vergangenen Wochen ermutigt und bestärkt, sich „diese schwierige Aufgabe zuzutrauen“. 

Klotz erkennt vier zentrale Aufgabenfelder, die jedem Verantwortlichen in einem vielseitigen Gemeinwesen wichtig sein müssten. Erstens. In Zeiten eines allerorten spürbaren demographischen Wandels seien wichtige Weichenstellungen für einen familienfreundlichen Landkreis unabdingbar. „Elementare Aufgabe wird es sein, unseren Landkreis für Familien möglichst attraktiv zu erhalten“, so Klotz. Dabei komme es auf Arbeitsplätze ebenso an, wie auf Krippen- und Kindergartenplätze, Schulen, ein attraktives ÖPNV-Angebot, und wohnortnahe Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Auch die Idee einer „Regionalbahn Oberallgäu“ könne wieder aus der Schublade geholt werden. 

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sollen Klotz’ Perspektive zufolge die Bereiche Landwirtschaft und Tourismus, Handwerk und Mittelstand umfassen. Die bäuerliche Landwirtschaft sei wesentliche Grundlage des Tourismus im Allgäu. Diesem wiederum dürfe eine Kreisverwaltung „keine Steine in den Weg legen“. Wie es funktioniere könne, zeigten aktuelle die Bergbahn-Modernisierungen in Bolsterlang und Ofterschwang/Gunzesried. Und diese „ausgeprägte positive Haltung“ müsse auch für den Ruf des Oberallgäus als Sportregion gelten, betont Klotz. 

Weiter voran gehen soll es auch beim Thema „unbürokratische Landkreisverwaltung“. Klotz: „Überhaupt wollen wir alle viel mehr unbürokratische Selbstverwaltung, viel mehr komunale Verantwortung vor Ort.“ Zwar sei der Landkreis in dieser Hinsicht schon gut aufgestellt, nicht zuletzt in seinen Zielvorgaben bei der Energiewende. „Gar keine Freude“ habe man aber angesichts der jüngsten Beschlüsse der Staatsregierung zur Windkraftnutzung. „Das ärgert uns!“ Mit der vorgesehenen Abstandregelung sei die Windkraft im Allgäu gestorben, beklagt Klotz. 

Überhaupt ließen sich die Kommunen und Landkreise allzu oft vorschreiben, wie vor Ort zu verfahren sei. Nicht nur von staatlicher Seite, sondern auch von Bürgerinitiativen. „Nichts gegen Bürgerentschiede, aber wir haben doch in unseren Städten und Gemeinden von den Bürgern gewählte Vertreter, die die Aufgabe haben, abzuwägen, zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen“, sagt Klotz. 

„Alles was Spaß macht hält jung“, schloss Klotz mit einem Zitat des Schauspielers Curt Jürgens und folgerte: „Mir macht die Politik Spaß – und sie hält mich jung!“ Klotz konterte damit die Kritik, dass er als gerade 60-Jähriger lediglich für eine Wahlperiode als Landrat im Amt sein könne.

Josef Gutsmiedl

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