Euphorie für die Feuerwehr

Direktor des Zentrums Brandschutz der Bundeswehr in den Ruhestand verabschiedet

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Abschied vor Feuerwehrfahrzeugen der Bundeswehrfeuerwehr aus der 1., 2. und 3. Generation: Oberst Michael Friedrich Schuch (von links) mit Ulrike Hauröder-Strüning, Präsidentin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr IUD, sowie Ministerialdirigent Krist-Gilbhardt Fahl, Stellvertreter der Abteilungsleiterin IUD im Bundesministerium der Verteidigung.

Mit einem Festakt in der Jägerkaserne in Sonthofen wurde der langjährige Direktor des Zentrums Brandschutz der Bundeswehr, Oberst Michael Schuch, in den Ruhestand verabschiedet.

Schuch hatte sowohl den Aufbau des Zentrums maßgeblich gestaltet, als auch dessen weitere Entwicklung als Direktor seit dem Jahr 2012 vorangetrieben und geprägt.

Die Bundeswehrfeuerwehr sei Dank Schuchs großem Engagements „das was sie heute ist“, lobte die Präsidentin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr, Ulrike Hauröder-Strüning, die Verdienste der Obersts. „Sie brennen für die Feuerwehren der Bundeswehr.“

Die „enorme Erfahrung und sein immerwährendes Engagement“ würden dem Zentrum Brandschutz in Zukunft fehlen, ergänzte der Stellvertretende Abteilungsleiter im Bundesamt, Ministerialdirigent Krist-Gilbhardt Fahl. Bei Oberst Schuch sei das Zentrum Brandschutz in der Generaloberst-Beck-Kaserne in besten Händen gewesen und er habe in der Zeit des Aufbaus und anschließend als Direktor „viel erreicht“, und die Bundeswehrfeuerwehr „mit euphorischem Erfolgswillen vorangebracht“. Im Rückblick, so Fahl, könne er feststellen: „Für die Leitung kam schließlich nur einer in Frage: Sie!“ Diese Mammutaufgabe werde immer mit dem Namen Schuch verbunden sein.

Dabei habe „alles mit einer Erpressung angefangen“, meinte Oberst Michael Schuch im Blick auf seine Karriere beim Brandschutz der Bundeswehr. Anfang der 1990-er Jahre habe man ihn, den ABC-Abwehr-Offizier, „überzeugt“, im Heeresamt als Brandschutzstabsoffizier „einzusteigen“. Schuch umschrieb es diplomatisch-humorvoll: „Nach dem Gespräch war die Entscheidung für den Brandschutz alternativ­los...“

Weitere Verwendungen und Funktionen brachten ihn schließlich als Referatsleiter ins Verteidigungsministerium. Im Jahr 2009 wurde Schuch mit der Leitung des Aufbau- stabes für das Zentrum Brandschutz Bundeswehr betraut. In der Praxis: die organisatorische Zusammenführung von 71 Bundeswehrfeuerwehren an vielen Standorten unter einem Dach. Dass das „Dach“ mit der operativen Führung letztlich in der Nähe der Schule für ABC-Abwehr und gesetzliche Schutzaufgaben in Sonthofen sein sollte, lag auf der Hand.

Ein besonderes Kompliment machte der Vorsitzende des örtlichen Personalrates, Robert Ascherl, dem zum Monatsende ausscheidenden Oberst und erstem Direktor des Zentrums Brandschutz in einer feinen Anspielung: „Sie waren der beste Direktor, den das Zentrum Brandschutz je hatte.“

Nicht minder humorvoll ließ Oberst Michael Schuch in seinem Schlusswort den Festakt zu seiner Verabschiedung ausklingen: „Es wurden viele Nettigkeiten gesagt – alles ist wahr!“ Er sei jetzt 64 Jahre alt – und die Bundeswehr brauche ihn offenbar nicht mehr. Schuch dankte allen Wegbegleitern seiner mehr als vier Jahrzehnte währenden Bundeswehrzeit, ganz besonders aber seiner Frau Barbara: „Ohne Dich hätte ich das nicht stemmen können.“

gts

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