Tierischer Protest

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Oberstdorf/Rubi – Seit ein paar Tagen hängen am Illerdamm zwischen Illerursprung und dem Oberstdorfer Ortsteil Rubi Aufkleber, die sich gegen ein geplantes Gewerbegebiet in diesem Bereich wenden. Motive sind ein Rehbock und ein Marienkäfer, die um ihre Heimat fürchten.

So sagt das Reh: „Hier wohne ich und fühle mich wohl! Hier will ich bleiben!“ Und der Marienkäfer sieht sich als „Glückskäfer bei der Arbeit“. Jeweils mit dem Zusatz „Kein Gewerbegebiet Karweidach“. Bei der Tennishalle Richtung Illerursprung soll ein 15 000 Quadratmeter großes Gewerbegebiet entstehen, das im Gemeinderat quer durch die Fraktionen kontrovers diskutiert wird. Vor allem lehnen Naturschützern und Grüne eine Rodung und Bebauung des Auwaldes vehement ab. Auf weiteren 15 000 Quadratmetern sollen die kommunalen Betriebe wie Bauhof und Gemeindewerke aus dem Ort in das Waldgebiet umziehen. Damit sollen im Kernort Flächen frei werden. Vor Jahren war auf diesem Gelände schon einmal eine Mineralwasserabfüllanlage geplant und auch ein Hotel mit Badelandschaft als Ersatz für die Therme war schon im Gespräch. Die Kritiker stören sich vor allem an der Höhe der Gebäude und dem Umfang der Fläche. Außerdem befürchten sie eine höhere Verkehrsbelastung. Aus ihrer Sicht gibt es genügend Alternativen, Gewerbe anzusiedeln. Auch viele Rubinger Bürger sind wenig begeistert. Alleine aus dem Ortsteil gab es bei der Auslegung der Pläne zahlreiche Stellungnahmen gegen das Projekt. Sie befürchten zukünftig den Blick auf Gewerbehallen nach Süden und die Beeinträchtigung des ortsnahen Erholungsgebietes für sich und ihre Gäste. Auch die Frauenunion hatte sich kritisch geäußert. Nun hat sich auch die Tierwelt „zu Wort gemeldet“, um seine abgestammte Heimat zu verteidigen.

Heinrich Bonert

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