Oberstdorf-Kleinwalsertal Bergbahnen auf Kurs

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Neuer Schwung aus der Neuausrichtung. Vorstand Augustin Kröll (von links), Vorsitzender des Aufsichtsrates Michael Lucke und Vorstand Dr. Andreas Gapp präsentierten auch das Neubauprojekt am Ifen.

Die Oberstdorf-Kleinwalsertal Bergbahnen befinden sich seit gut zwei Jahren in einem Veränderungsprozess: Angefangen mit der Gründung der Skiliftgesellschaft links der Breitach, dem Investitionsprozess mit einer kompletten bahntechnischen und gastronomischen Neuentwicklung des Ifens bis zum neuen Markenauftritt.

„Unsere Neuausrichtung ist das Fundament für die weitere touristische Entwicklung. Aber dahinter stehen immer die Menschen, unser Management und unsere Mitarbeiter. Sie stellen sich diesem Veränderungsprozess zusätzlich neben ihrer Tagesarbeit. Wir freuen uns deshalb sehr, dass es der Kleinwalsertaler Bergbahn AG bei aller unternehmensweiter Veränderung gelungen ist, den Ertrag vor Steuern gegenüber dem Vorjahr zu steigern“, erläutert Michael Lucke, Aufsichtsratsvorsitzender der Kleinwalsertaler Bergbahn AG, die Zahlen des Geschäftsberichtes 2015/2016.

Positive Entwicklung

Das Geschäftsjahr 2015/2016 verlief für die Kleinwalsertaler Bergbahn AG sehr positiv. Die Investitionen der Vergangenheit, wie beispielsweise die deutlich verbesserte Talabfahrt, wirken sich ausgesprochen positiv aus. Trotz eines späten Wintereinbruchs war aufgrund der modernen Beschneiungsanlagen an Kanzelwand und Fellhorn ein zeitgerechter Start in die Wintersaison möglich. Unterstützt von längeren Schönwetterperioden im Winter und einer guten Buchungslage im Sommer – sowohl im Tal wie auch in Oberstdorf – konnten alleine die Fahrgastzahlen bei der Kanzelwandbahn um 9,6 Prozent gesteigert werden. „Der Umsatz an der Kanzelwand wuchs gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent. Die Umsatzerlöse des Gesamtunternehmens betrugen im Geschäftsjahr 2015/2016 rund 7,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 1.082.000 Euro und somit um etwa 300.000 Euro über jenem des Vorjahres“, erläutert Vorstand Augustin Kröll die wichtigsten Zahlen des Geschäftsberichtes.

Ein Vergleich der Fahrgast- und Umsatzzahlen mit dem Vorjahr sei hingegen unzulässig, so Kröll. Mit der Gründung der Skiliftgesellschaft links der Breitach GmbH & Co KG gehen die Umsätze und Erträge aus dem Betrieb des Ifen und des Walmendingerhorns in die Bilanz der neuen Gesellschaft ein.

Ein Erfolgsmodell

Ganz nach dem Motto „Es wächst zusammen, was zusammengehört“ zieht Vorstand Andreas Gapp eine sehr positive erste Bilanz zur Zusammenarbeit zwischen der Kleinwalsertaler Bergbahn AG und der Familie Haller. „Der im Geschäftsjahr 2015 / 2016 getätigte Zusammenschluss ist die Grundlage für eine nachhaltige Weiterentwicklung des Bergbahnangebots im Kleinwalsertal, wie wir diese gerade am Ifen erleben. Diese neue Einheit schafft zudem ein neues Gesamterlebnis für den Gast: eine Markenwahrnehmung, eine Karte, ein Unternehmen als Partner. Für mich ist diese Fusion ein wirkliches Erfolgsmodell – für die Bergbahnen wie auch für das Kleinwalsertal“, erläutert Gapp.

Fast im Zeitplan

Mit dem Bau der Olympiabahn beziehungsweise der Beschneiungsanlage wurde im Sommer 2016 der erste Schritt zu einem neuen Skierlebnis am Ifen geschaffen. Mit einer Beförderungsgeschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde erfreuen sich heimische Skisportler ebenso wie Gäste an der schnellsten Sesselbahn Vorarlbergs. Die Winter-Fahrgastzahlen der Olympiabahn beweisen, dass der Nerv von Skisportlern getroffen wurde. In diesem Sommer muss jetzt die mit 1,8 m/s wahrscheinlich langsamste Bahn einer modernen Beförderungsanlage mit zwei Sektionen weichen.

Auch das Restaurant bei der Bergstation wird in neuem Glanz erstrahlen und mit neuem Gastrokonzept begeistern. „Die Baustelle übertrifft in Sachen Größe und Komplexität alles, was ich bisher machen durfte. Das ganze Team arbeitet mit Hochdruck an der Umsetzung des Projektes“, erklärt Vorstand Augustin Kröll.

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