Sehrwind will Mies "stürzen"

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Der CSU Ortsverband schickt bei den Gemeinderatswahlen zwanzig Kandidaten ins Rennen. Auf den ersten beiden Plätzen: Bürgermeisterkandidat Fritz Sehrwind (Mitte) und Ortsvorsitzender Albert Titscher (links).

Oberstdorf - Der CSU Ortsverband Oberstdorf hat für die Gemeinderatswahlen im März nächsten Jahres eine Liste mit zwanzig Kandidaten aufgestellt. Angeführt wird die Liste von Fritz Sehrwind, der gegen den amtierenden Bürgermeister Laurent Mies antreten wird.

Man habe viele und auch junge Kandidaten für die Liste gewinnen können, sagte Ortsvorsitzender Albert Titscher bei der Nominierungsveranstaltung. Mit Elisabeth Lipp, Christine Rees und Julia Eß-Meier sind auch drei Kandidatinnen dabei. Zwei Bewerber auf der CSU-Liste saßen bereits im Gemeinderat – Julia Eß-Meier von 2001 bis 2007 und Max Ortlieb von 1996 bis 2002. Die CSU-Gemeinderäte Edmund Seiller, Toni Huber, Stephan Knoll und Hansjörg Donderer kandidieren bei den Wahlen im nächsten Jahr nicht mehr. 

Wieder antreten wollen neben Fritz Sehrwind auch Albert Titscher, Josef Geiger und Adalbert Schall. Auch wenn die Zahl der Gemeinderäte im Kommunalparlament wegen des Zensus in der nächsten Amtsperiode von 24 auf 20 reduziert werden muss, sei es klares Ziel des Ortsverbandes, die bisherigen acht Sitze im Rat zu halten. Das betonte Vorsitzender Albert Titscher. 

Bürgermeisterkandidat Sehrwind stellte bei der Nominierungsversammlung die Eck- punkte seines Wahlprogramms vor. Dazu gehören unter anderem der Hochwasserschutz an der Trettach, die Sanierung der Straßen und die Verbesserung der touristischen Infrastruktur mit Neubau der Nebelhornbahn. Sehrwind möchte im Rahmen eines aktiven Grundstücksmanagements eine bedarfsgerechte Flächen- entwicklung mit Ausweisung von Flächen für Wohnbau und Gewerbe voranbringen. 

Im touristischen Bereich machen er und der Ortsverband sich für die Berufung eines „Kümmerers“ stark, der die Gastgeber bei der Vermietung über die neuen Medien unterstützen soll. Bei der Versammlung sprach sich Fritz Sehrwind klar gegen das Hotel-Projekt mit angeschlossenem öffentlichen Bad am Karweidach aus. Die Therme, so Sehrwind, dürfe nicht an den Ortsrand verlegt werden. Für die Umsetzung seiner politischen Ziele wünscht er sich die aktive Mitwirkung der Bürger von Oberstdorf und den Ortsteile.

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