Oberstdorfer Helferkreis trifft sich am 2. Februar

Überwiegend positives Fazit

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Gemeinsamer Besuch von Asylbewerbern und Ehrenamtlichen des Helferkreises der Skiflugschanze in Oberstdorf.

Oberstdorf - Ein gemischtes, wenn auch überwiegend positives Fazit ziehen die Initiatorinnen des Oberstdorfer Asylhelferkreises nach gut vier Monaten Betreuung der Asylbewerber in Reichenbach.

Die 22 Personen aus fünf Nationen – zuletzt kamen sechs junge Syrer dazu – hätten sich gut eingelebt, so Hülya Dirlik. Sie kämen im Alltag gut zurecht, auch wenn das Zusammenleben auf engem Raum, der ungeklärte Aufenthaltsstatus und die wenigen Beschäftigungsmöglichkeiten Konflikt- potential bergen. Dem Helferkreis sei es mit Hilfe der Gemeinde gelungen, Struktur und Abwechslung in den Alltag zu bringen. So finden inzwischen an sechs Tagen in der Woche in mehreren Gruppen Deutschkurse statt. An drei Tagen in der Woche kommen Lernhelfer in die Schule, um den Kindern Deutschunterricht zu erteilen. Beides klappe hervorragend und sei eine echte Unterstützung. Ehrenamtlich wurden von den Asylbewerbern Arbeiten in der Villa Jauss, dem Langlaufstadion und an der Sprungschanze erledigt. Für Dirlik ein Zeichen, dass sie gerne bereit sind anzupacken und zu helfen. Einer der Männer hat inzwischen eine Stelle gefunden.

Beim Einkaufen von Winterkleidung, Arztbesuchen und Behördengängen sind oft Mitglieder des Helferkreises dabei. Gemeinsame Aktionen wie Eislaufen, der Besuch der Vierschanzentournee und ein Ausflug zur Skiflugschanze brachten Abwechslung in den Alltag. „Besonders das Eislaufen hat sehr viel Spaß gemacht und die Skiflugschanze war für Erwachsene und Kinder beeindruckend“, berichtet Dirlik. Nach solchen Aktivitäten habe es auch schon spontane Einladungen zum gemeinsamen Essen gegeben.

Leider ruhe die Arbeit immer noch auf zu wenigen Schultern, bedauert Dirlik. Beson-ders bei den Patenschaften für Einzelpersonen und Familien hapere es noch, wünscht sie sich mehr Aufgeschlossenheit und weniger Berührungsängste. Ein Problem sei sicher die etwas abgeschiedene Lage in Reichenbach. „Auch mit Blick auf bevorstehende weitere Aufgaben, brauchen wir noch mehr Helfer und Helferinnen“, so Dirlik. Sonst seien die Aufgaben nicht zu stemmen. Die nächste Gelegenheit sich über die Arbeit zu informieren und seine Hilfe anzubieten (auch für neu Interessierte), ist bei einem Treffen des Helferkreises am Montag, 2. Februar, um 19 Uhr im Oberstdorf-Haus, Raum Freibergsee.

Heinrich Bonert

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