Zapfenstreich fürs Oberstdorfer Bockbierfest

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Franz Bisle „war Bockbierfest” – 15 Jahre lang prägte er das legendäre Spektakel beim Starkbieranstich.

Es hat längst „Kultstatus”, das traditionelle Oberstdorfer Bockbierfest. Doch im kommenden Frühjahr macht das „Derblecken” beim Starkbier in der Oybelehalle erst einmal Pause. Franz Bisle, Miterfinder, Autor, Hauptdarsteller und maßgeblicher Ideengeber, tritt altersbedingt den Rückzug an.

Franz Bisle hat das Oberstdorfer Bockbierfest in den vergangenen 15 Jahren zu einer festen Einrichtung gemacht. Als Autor und „Frater Gallus” hat er sowohl im Singspiel als auch in der Bußpredigt den „sündigen Oberstdorfern” die Leviten gelesen und den Spiegel vorgehalten. Mit feinen Anspielungen und derben Sprüchen wurde die Lokalprominenz „abgewatscht” und auf sympathische Art vorgeführt. Bürgermeister und Gemeinderäte genauso wie Vereinsfunktionäre oder andere „Sünder”. Selbst der Pfarrer blieb nicht verschont. 

Schnell entwickelte sich die Allgäuer Variante des bekannten „Münchner Nockherberges” zu einer unverzichtbaren Veranstaltung in der Fastenzeit. Die zentrale Position sei nach dem Rückzug Bisles kurzfristig nicht zu ersetzen, beklagt Matthias Adam von der Oberstdorf Tourismus GmbH. Für das kommende Jahr sei eine schöpferische Pause angesagt. Mit Mathias Häckelsmiller bleibe aber ein weiterer aktueller Protagonist im Boot und man überlege, ob und wie eine Fortführung in Zukunft möglich sei.

gts

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