Es geht um die Existenz

Oberstdorfer Privatvermieter schlagen Alarm

Frank Jost, Michael Thannheimer, Matthias Dornach und Anton Birker
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Oberstdorfs Tourismusdirektor Frank Jost (von links), Michael Thannheimer (Verein zur Förderung der Oberstdorfer Ortsteile), Tourismusreferent Matthias Dornach und Anton Birker (Verein der einheimischen Vermieter und Oberstdorfer Ortsteile (VeVo) appellieren an die politisch Verantwortlichen: Für viele Privatvermieter geht es um die Existenz!

Oberstdorf – Die aktuellen Beherbergungsverbote im Zusammenhang mit der Pandemie-Bekämpfung bedrohen die Existenz tausender Privatvermieter, stellen die beiden Oberstdorfer Gastgebervereine in einem offenen Brief fest. Die Kritik an dem Verbot wird verbunden mit einer Forderung nach einer „sofortigen staatlichen Unterstützung“ für die betroffenen Privatvermieter.

„Die aufgrund der Corona-Pandemie verfügten Beherbergungsverbote bedrohen die Existenz tausender Privatvermieter in Bayern. Allein in Oberstdorf, mit 16 000 Betten und 2,7 Millionen Übernachtungen jährlich einem der größten Tourismusorte Bayerns, sind 700 Gastgeber mit rund 2 800 Betten betroffen“, argumentieren die Unterzeichner des offenen Briefes. „Oft handelt es sich um Familien, wo die Privatvermietung einen wichtigen Anteil am Familieneinkommen darstellt und die somit dringend auf diese Einkünfte angewiesen sind.“

„Die Fixkosten für diese Wohnungen laufen weiter, egal ob Gäste kommen oder nicht“, erklärt Frank Jost, Tourismusdirektor in Oberstdorf. „Wenn die Einnahmen ausbleiben, können Kredite für Investitionen nicht mehr bedient werden und die Kosten für die Wohnung belasten das Familienbudget zusätzlich. Besonders gravierend ist die Situation für ältere Privatvermieter, die im Ruhestand sind und wo die Einnahmen aus der Privatvermietung einen wichtigen Bestandteil der Alterseinkünfte darstellen.“

„In vielen Fällen geht es um die pure Existenz und das können wir nicht weiter akzeptieren. Wir fordern staatliche Hilfen, ähnlich wie es sie für Beherbergungsbetriebe und Gaststätten seit Anfang der Pandemie gibt“, erklären Anton Birker und Michael Thannheimer. Die beiden Gastgeber vertreten mit dem „Verein der einheimischen Vermieter und Oberstdorfer Ortsteile e.V (VeVo)“ und dem „Verein zur Förderung der Oberstdorfer Ortsteile“ einen Großteil der Oberstdorfer Privatvermieter.

Der Oberstdorfer Tourismusreferent Matthias Dornach ergänzt, dass viele Privatvermieter in die Qualität ihrer Wohnungen und in Schutz- und Hygienekonzepte investiert haben und jetzt auf die Einnahmen angewiesen sind. „Deshalb brauchen wir jetzt sofort staatliche Unterstützung für unsere Privatvermieter, damit diese existenzbedrohende Situation überbrückt werden kann.“

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