"Fahrplan" für den Wolf

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Michael Finger (links) beleuchtet das „Problem Wolf“ mit Dr. Christine Miller von der Umweltstiftung.

Oberstdorf - Michael Finger vom Vorstandsteam des Bund Naturschutz BN Oberstdorf/Fischen traf sich zu mehreren Gesprächen mit Mitarbeitern der Gregor Louisoder Umweltstiftung, um über das Schutzgebiet Allgäuer Hochalpen zu sprechen. Aktueller Anlass war die Wolfssichtung im EU- Natura 2000 Gebiet Allgäuer Hochalpen bei Oberstdorf.

Die Stiftung betreut seit Jahren innovative Projekte zum Erlebnisumweltschutz. Die Gregor Louisoder Stiftung ist in ganz Bayern tätig und unterstützt mit ihren Mitteln den bürgernahen Naturschutz. Vorgestellt wurde in den Gesprächen das Projekt Wolfswege im Mangfallgebirge. Mit Dr. Christine Miller verfügt die Stiftung über eine sehr innovative Mitarbeiterin im Bereich Wild und Raubtiere, die in den Gesprächen Ängste und Vorurteile ausräumen konnte. „Die Gespräche mit den Fachleuten zeigten, dass der Wolf ein Gewinn für das Schutzgebiet sein kann, wenn man vor Ort mit allen Beteiligten einen „Fahrplan“ festlegt und Hausaufgaben beim Herdenschutz und im generellen Umgang mit Wildtieren anpackt“ so Finger. „In Teilen Europas lebt der Wolf dicht an Siedlungsgebieten mit Großstadtcharakter, sogar mit Jungtieren, ohne dass es dabei zu Konflikten kommt.“ „Der Wolf sei konfliktscheu und stelle für den Menschen keine zusätzliche Gefahr in der Natur dar. Jedoch müssen in jedem Gebiet passende Lösungen beim Schutz von kleineren Weidetieren, wie Schafen und Ziegen, gesucht werden. Der Einsatz von Herdenschutzhunden, fachgerechte Behirtungen mit Herdenführung und kleinräumige Zäunungen in Nachtpferchen oder in Hofnähe sind die Schlüssel zu einem konfliktarmen Zusammenleben mit den großen Beutegreifern in unserer Region“, so Dr. Miller.

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