Beherzter Einsatz am See

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Vize-Landrat Anton Klotz (rechts) übergab die Urkunden über die „Öffentliche Anerkennung“ im Rahmen einer Feierstunde an (von links) Hannes und Felix Wunsch, Claus Richter, Andrea Beck und Dr. Claus-Dieter Makiola.

Oberallgäu - Für ihren selbstlosen Einsatz wurden jetzt fünf Menschen mit einer öffentlichen Anerkennung ausgezeichnet: sie retteten einen Mann vorm Ertrinken.

Die Brüder Felix und Hannes Wunsch aus Stuttgart, Andrea Beck aus Kempten, Dr. Claus-Dieter Makiola aus Ebermannsdorf und Claus Richter aus Freiberg waren im vergangenen Jahr einem bewusstlos im Niedersonthofer See treibenden Mann zu Hilfe geeilt. Gemeinsam konnten sie den Verunglückten aus dem Wasser bergen und reanimieren. 

„Mit der öffentlichen Anerkennung will der Landkreis diese besondere Leistung auch besonders anerkennen“, brachte der Oberallgäuer Vize-Landrat, Anton Klotz, den Anlass für die Ehrung im Rahmen einer Feierstunde für die Lebensretter im Landratsamt in Sonthofen auf den Punkt. „Ein Dankeschön des Landkreises in Zeiten der Wegschau-Mentalität.“ 

Damals, im August 2012, ging alles ganz schnell. Die beiden Brüder Felix und Hannes Wunsch entdeckten weit vom Ufer entfernt im Wasser des Niedersonthofer Sees einen leblos kopfunter treibenden Mann. Der 53-Jährige hatte beim Baden einen Herzinfarkt erlitten. Felix und Hannes riefen um Hilfe - und sofort schwammen Andrea Beck, Dr. Claus-Dieter Makiola und Claus Richterauf den See hinaus. Gemeinsam mit den beiden Buben gelang es ihnen, den Bewusstlosen mit viel Mühe auf eine verankerte Badeinsel zu bergen. Sofort begannen Andrea Beck und Claus-Dieter Makiola - beide Ärzte - mit Reanimationsversuchen. 

Ein inzwischen eingetroffener Rettungshubschrauber setzte einen Sanitäter mit seiner Ausrüstung auf der treibenden Insel ab - was allerdings erst im zweiten Anlauf gelang. „Das zeigt deutlich, wie schwierig diese Aktion war“, so Vize-Landrat Klotz. Um so mehr sei der Einsatz der Retter zu würdigen. „Sie haben sich über das normale Maß hinaus und unter besonders schwierigen Umständen an der Rettung eines Menschen beteiligt. Dafür ein herzliches Vergelt’s Gott!“ Dem verunglückten Mann gehe es - Dank der selbstlosen Rettungsaktion - wieder sehr gut, so Klotz.

Josef Gutsmiedl

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