Beim Wasser alles im Griff Gemeinde

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Hans Sistig hat jederzeit den Überblick über das Trinkwasser der Gemeinde Ofterschwang.

Ofterschwang – Wieder auf dem Stand der Technik ist die Wasserversorgung der Gemeinde Ofterschwang. Dank einer aufwändingen Steuerung und Kontrolle aller Quellzuführungen und Brauchwasserleitungen sollen Verluste schnell entdeckt und verringert werden.

„In den vergangenen Jahren hat die Gemeinde viel Geld und Knowhow in die eigene Wasserversorgungen gesteckt“, betont Ofterschwangs Bürgermeister Alois Ried. Und es sei höchste Zeit gewesen, dass man was tut, ergänzt er. Die Technik war in die Jahre gekommen; es war kaum investiert worden. Kein Luxus, also. Vielmehr musste die Kommune auch neuen rechtlichen Anforderungen nachkommen und ihre Trinkwasserversorgung für die Zukunft fit machen.

„Wir haben uns richtig auf die Hinterbeine gestellt“, fasst Ried zusammen. Rund 250 000 Euro hat die Kommune in die Wasserversorgung investiert – von neuen Quellfassungen über Sammler bis zu Schutzzonenerweiterungen. Bald soll ein weiterer Hochbehälter gebaut werden. Pro Jahr verkauft Ofterschwang rund 170 000 Kubikmeter Wasser an die Haushalte und Unternehmen im Gemeindegebiet.

Mit Hans Sistig wurde ein Mitarbeiter der Gemeinde zum „Wassermeister“ ausgebildet. Er hat jetzt mit der neuen Steuerungstechnik stets den „Durchblick“ über das gesamte kommunale Trinkwassernetz, das immerhin 45 Kilometer lang ist. „Früher wurde alles über die klassischen Wasseruhren erfasst und kontrolliert“, erklärt Sistig. Mit der modernen Steuer- und Überwachungstechnik habe er rund um die Uhr den Überblick über das gesamte Leitungssystem sowie die Hochbehälter. „Das ist quasi das EKG unserer Wasserversorgung“, meint der Wassermeister und deutet auf die aktuellen Protokolle, die tatsächlich Linien zeigen wie man sie vom EKG eines menschlichen Herzen kennt. Allerdings nicht mit so deutlichen Ausschlägen nach oben. „So ab 6 Uhr morgens baut sich der Verbrauch langsam auf. Die Leute stehen auf, gehen ins Bad...“

In den Griff bekommen will Ofterschwang nicht zuletzt die enormen Wasserverluste. Rund 30 Prozent „verschwinden“ irgendwo im Boden. Oft wird das lange Zeit gar nicht bemerkt. Erst wenn eine „neue“ Vernässungsstelle in einem Garten oder einer Wiese sichtbar wird, liegt die Vermutung nahe, dass es sich hier um ein Leitungsleck handeln könnte, erklärt Hans Sistig weiter. Mit der neuen Überwachungsmöglichkeit sei das anders. Jetzt könne man Verluste genau messen und örtlich eingrenzen. Spezialfirmen lokalisieren das Leck und reparieren dann die defekte Leitung.

gts

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