Hoffen auf ein großartiges Erlebnis

Organisatoren der Nordischen Ski-WM 2021 in Oberstdorf bleiben optimistisch

Langlauf-Stadion im Ried
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Das Langlauf-Stadion im Ried wird auch in Zukunft Schauplatz hochkarätiger Wettkämpfe sein, aber genauso dem Breitensport und Tourismus zur Verfügung stehen.

Oberstdorf – Gut sechs Wochen noch bis zur Nordischen SkiWM 2021 in Oberstdorf. Die Bauarbeiten an den Wettkampfstätten sind weitestgehend abgeschlossen; derzeit werden die temporären Bauten errichtet, die während der zweiwöchigen WM-Wettbewerbe ab 23. Februar benötigt werden. Noch nicht „abgehakt“ ist die Frage, ob es einem Geister-WM wird, oder ob zuzmindest eine begrenzte Zahl von Zuschauern die Sportwettkämpfe vor Ort mitverfolgen kann. Die Organisatoren gehen von 2500 Zuschauern bei den Skisprung-Wettkämpfen aus, und 2000 im Langlaufstadion. Das spezielle Hygienekonzept steht und wird ständig weiterentwickelt und angepasst.

Auf die „Pappkameraden“ wie sie etwa bei der jüngsten Vierschanzentournee einen Hauch von Zuschauerkulisse vorgaukeln sollten, wartet Moritz Beckers-Schwarz, Geschäftsführer der Nordischen Ski-WM, allerdings nicht. „Der Ticketverkauf läuft weiter“, berichtete der Geschäftsführer der Nordischen Ski-WM 2021, Moritz Beckers-Schwarz. „Wir wollen ein möglichst großartiges Live-Erlebnis ermöglichen.“ Man habe die Chance, möglichst lange an den Planungen festzuhalten und gegebenenfalls auf spezielle Herausforderungen zu reagieren, spielt Beckers-Schwarz auf die Pandemie-Situation an. Mit einer endgültigen Entscheidung zu den Rahmenbedingungen für die WM 2021 wird Ende Januar gerechnet.

Ausgehend von dem auf die WM angepassten Hygienekonzept werden personalisierte Sitzplatztickets verkauft. Sorgen, etwa im Fall einer „Geister-WM“ auf nicht nutzbaren Eintrittskarten sitzen zu bleiben, brauche sich kein Käufer zu machen, so der Geschäftsführer weiter. Es werde auch möglich sein, bereits ausgegebene Tickets für eine Veranstaltung auf eine andere Person umzubuchen. „Falls es tatsächlich eine WM ohne Zuschauer geben wird, ist eine unkomplizierte Rückabwicklung des Vorverkaufs garantiert.“ Man hoffe auf „ein Stück Normalität“ für die Nordische Ski-WM in Oberstdorf. Die allgemeinen Hygienevorschriften wie Abstand und Maskenpflicht – auch in den Verpflegungsbereichen für Zuschauer – gelten allemal.

Das Hygienekonzept für die WM ist an die besonderen Gegebenheiten der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf angepasst und orientiert sich am Konzept des Deutschen Ski-Verbandes DSV. „Da haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, versichert der Präsident des DSV, Dr. Franz Steinle. „Aber Optimierungsbedarf gibt es immer.“ Was die sportliche Seite angehe, so Steinle, sei er „zuversichtlich“. Die Skispringer und Nordischen Kombinierer hätten in der jüngsten Vergangenheit bereits hervorragende Leistungen an den Tag gelegt – etwa Karl Geiger mit dem WM-Titel in Planica. Auch bei den Langlauf-Disziplinen sei das DSV-Aufgebot „auf einem guten Weg“.

Und nach der WM? Leerstehende, ungenutzte Gebäude und Anlagen werde es in Oberstdorf jedenfalls nicht geben, versichert Geschäftsführer Moritz Beckers-Schwarz. Dafür sorgten schon die zahlreichen zukünftigen Sportveranstaltungen, die es weiterhin geben werde. Auch die „touristischen Nutzung“ der Anlagen im Langlauf-Zentrum Ried sei selbstredend vorgesehen und möglich, sagt Beckers-Schwarz. Auf der WM-Loipe könne jeder seinen Spuren ziehen. Unterm Strich: Leuchtturm-Qualität.

Darüber hinaus habe man bei der Konzeption und Ausführung alle ökologischen Aspekte beachtet und möglichst natur- und landschaftsschonend umgesetzt. Vor allem im Langlaufstadion sei das gut gelungen, betont Beckers-Schwarz und verweist auf das Bautagebuch und die Beschreibung der Umwelt-Baubegleitung unter www.oberstdorf2021.com/bautagebuch/umweltbaubegleitung.html

Voller Vorfreude auf die ihr gut bekannte WM-Loipe in Oberstdorf geht Skilangläuferin Katharina Henning in die kommenden Wochen. Die 24-jährige Sportlerin schätzt an der Strecke die harten Anstiege ebenso wie die Abfahrt vom Burgstall. Die Erzgebirglerin hofft auf einen Rennverlauf bei dem sie agieren könne und nicht reagieren müsse: „Ein Top-8-Ergebnis wäre traumhaft. Daran arbeite ich.“

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