70 Jahre CSU Oberstdorf

70 Jahre für Oberstdorf

Die Oberstdorfer CSU mit ihrem Vorsitzendem Adalbert Schall (links) und Stellvertreter Uwe Lassau (rechts) hat bei der Jubiläumsfeier verdiente Mitglieder ausgezeichnet: (von links) Franz Berktold, Günter Nobis, Josef Geiger, Franz Ohmayer und Berti Huber.

Oberstdorf – Die Oberstdorfer CSU feiert ihr 70-jähriges Bestehen. Adalbert Schall, Vorsitzender seit knapp einem Jahr, hielt einen eindrucksvollen Vortrag über die Geschichte des Ortsverbandes. Unter den vielen Ehrengästen war auch Landrat a.D. Gebhard Kaiser. Er war Anfang der 1980er Jahre als Bürgermeister für Oberstdorf im Gespräch. In einer langen Silvesternacht habe er dann aber beschlossen, doch nicht gegen Edi Geyer anzutreten, erzählte er am Jubiläumsabend.

Gegründet wurde der Ortsverband im Oktober 1945. Bei den Gemeinderatswahlen ein Jahr später errang die CSU alle 14 Sitze im Rat. In den darauffolgenden Jahrzehnten standen für den Ort zukunftsweisende Entscheidungen an – die Skiflugwoche wurde eingeführt, die Söllereckbahn wurde gebaut und im Ort gab es 3884 Gästebetten. 1973 wurde Edi Geyer zum Bürgermeister gewählt – und blieb es bis 2002. Zu den ganz großen Projekten in seiner Amtszeit gehören der Erhalt des Gymnasiums und die Westumgehung, die Idee eines autofreien Oberstdorf, das Wasserkraftwerk Warmatsgund sowie die Nordische Skiweltmeisterschaft 1987 mit der Einführung des Winterfestes im Kurpark, das es noch heute gibt.

Manfred Baldauf, der zwölf Jahre an der Spitze der Orts-CSU stand, brachte Projekte wie den Erhalt der Polizeistation am Ort, die Gründung der Skisport- und Veranstaltungs GmbH und die Einrichtung des MVZ auf den Weg. In dieser Zeit gelang es der CSU, mit Thomas Müller einen Bürgermeister aus den eigenen Reihen zu stellen. Auch damals hat die Orts-CSU große Projekte maßgeblich beeinflusst – die Sanierung des Oberstdorf Hauses, die Einführung einer aktiven Zinssteuerung der Schulden, durch die der Markt beträchtlich sparen kann, die 25-prozentige Beteiligung der Gemeinde an der Nebelhornbahn oder den Bau des Kraftwerks Faltenbach, so Schall.

„Wir stehen für den Erhalt der Therme am Standort in der Ludwigstraße“, so Adalbert Schall zu den politischen Zielen seines Ortsverbands. „Wir wollen ein Gewerbegebiet im Karweidach, wir wollen den Höllwieslift modernisieren und wir setzen uns dafür ein, dass die Grundschule im Dorf bleibt.“ Weitere Zukunftsthemen: Der Grüngürtel rund ums Dorf und: „Wir werden alles dafür tun, dass wir im Jahr 2021 wieder eine Nordische Skiweltmeisterschaft bekommen.“ Der Ortsverband hat heute 154 Mitglieder.

Was die Ehrengäste der Oberstdorfer CSU wünschen? Dass der Ortsverband auch künftig selbstbewusst und konsequent auftritt, sagte Landrat Toni Klotz. Und dass es stets ein gutes Miteinander gibt, meinte Eric Beißwenger. Sein Landtagskollege Eberhard Rotter wünscht den Christsozialen aus Oberstdorf „viele engagierte Mitstreiter, gute Ideen und politische Erfolge“.

Der früherer CSU-Kreisvorsitzende, Gebhard Kaiser, hofft, dass die CSU den nächsten Bürgermeister in Oberstdorf stellen kann. Dem schloss sich CSU-Kreisvorsitzender Joachim Konrad an. „Ich hoffe, dass ihr das packt.“ Die Fragen beim Talk mit den Ehrengästen stellte Moderatorin Katja Voigt. Vorsitzender Schall nahm den Jubiläumsabend zum Anlass, verdiente Mitglieder zu ehren. Ausgezeichnet wurden Franz Berktold für 25 Jahre sowie Franz Ohmayer, Berti Huber, Günter Nobis und Josef Geiger für 50 Jahre Treue zur CSU.

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