"Jesus selber ist das Ja"

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Der neue Leiter der Priesterseelsorge Pfarrer Georg Schneider stellte sich während der Dekanatskonferenz in Oberstaufen vor.

Während der regelmäßigen Konferenzen des Dekanats Sonthofen für Priester, Diakone sowie pastorale Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen möchte Dekan Karl-Bert Matthias über den Tellerrand hinausschauen, und allen die Gelegenheit geben, sich über das breitgefächerte Angebot des Bistums Augsburg zu informieren.

Im Rahmen der jüngsten Zusammenkunft stellte sich nun der neue Leiter der Priesterseelsorge Pfarrer Georg Schneider im Franziskussaal von Oberstaufen mit geistlichen Impulsen vor.

Pfarrer Dr. Johannes Netzer übernahm in Vertretung des erkrankten Dekans die Leitung der Konferenz. „Alle meine Quellen entspringen in dir“, (Psalm 87,7) war der Vortrag von Pfarrer Schneider betitelt. Die Bilder, die er den Teilnehmern mit vertiefenden Erklärungen zeigte, seien für ihn Quellen, aus denen er selbst Kraft schöpfe. „Wir müssen uns immer wieder auch fragen: Was tut mir selbst gut?“, richtete er sich an die Mitarbeiter im pastoralen Dienst. Ein Deckenfresko aus seiner Heimatpfarrei, der Pfarrkirche St. Clemens in Eschenlohe, bildete den Auftakt der Betrachtungen. Unter diesem Bild von Johann Jakob Zeiller habe er gemeinsam mit dem heutigen Weihbischof Florian Wörner ministriert, erzählte Schneider. Es zeigt das Quellwunder aus der Clemens-Legende, wobei der Künstler das nach Wasser grabende Lamm auf den Hausberg, die „Hohe Kiste“, platziert hat, Bäche fließen den Berg hinab und versorgen die schwer arbeitenden Menschen im Steinbruch. Der Priesterseelsorger zog hier den Vergleich mit manchen Schwierigkeiten bei der Arbeit in der Pastoral.

Die gezeigten Bilder hatten jeweils Verbindungen zu seinem Werdegang, wie das Rehkitz im Wald, dem er als Kind auf einem Spaziergang mit dem Vater begegnet war. Während seines Studiums in München habe er in der Seminarkirche des Georgianums im Gebet oft das romanische Kreuz mit einem – wie es ihm schien – schlafenden Jesus betrachtet. Sein Primizbild von 1996, „Maria von Magdala am Grab“, von Sieger Köder, zeige zum einen die Verstörtheit der Trauernden am Ostermorgen am leeren Grab, aber gleichzeitig auch das beginnende Verstehen.

Als Kaplan war er in der Pfarrei St. Martin in Marktoberdorf und anschließend in der Kuratie in Göggingen eingesetzt, schilderte Schneider weiter. Hier inspirierte ihn die hölzerne Skulptur von Franz Höchstötter „Johannes der Täufer“. Der Ausspruch von Abt Odilo Lechner „Wir sollen vorausgehen, der Herr kommt nach,“ werde für ihn in dieser Darstellung deutlich, stellte Schneider fest. Von 2001bis 2017 sei die Plastik von Konrad Ledermann „Jesus, der gute Hirte“ ständiger Begleiter gewesen. Sie ziert die Altarwand der Pfarrkirche Stettenhofen, wo er als Pfarrer und Dekan tätig war. Eines seiner größten geistlichen Schätze entdeckte der Seelsorger während eines Kurses zum „geistlichen Begleiter“, das Kreuz aus San Damiano. Es zeige nicht den schlafenden, sondern den auferstandenen Jesus, so Schneider. Für ihn werde hier deutlich: „Jesus selber ist das ,Ja’!“

pdsf

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