Ein Blickfang über dem Illertal

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Weithin sichtbar strahlt die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Eckarts übers Illertal.

Eckarts - Nach der Innen- und Dachsanierung stand in den vergangenen Monaten die Außensanierung der Kirche St. Peter und Paul in Eckarts bei Immenstadt auf den Programm. Damit, so das Urteil der Fachleute und Kirchenverwaltung, sollte das Gotteshaus fit sein für die nächsten Jahrzehnte.

Die letzte Generalsanierung der Kirche in Eckarts liegt schon fast 40 Jahre zurück. Mitte der 1970er Jahre war das, so Kirchenpfleger Josef Mair, der sich in den vergangenen Jahren mit den Sanierungsmaßnahmen auseinander setzte und für die Kirchenverwaltung begleitete. „Nach einer Generation ist es einfach so weit, dass das eine oder andere an einem Gebäude instand gesetzt werden muss. Kirchen machen da keine Ausnahme.” Diesmal war es aber „keine große Geschichte”, sagt Mair. Allerdings gab es wie so oft bei Sanierungen, die eine oder andere Überraschung. Bei der Pfarrkirche St. Peter und Paul war es der Turm mit seiner markanten, geschindelten Zwiebelhaube, der die besagte Überraschung darstellte. An manchen Stellen waren die Schindeln in schlechterem Zustand als man auf den ersten Blick erkennen konnte; ebenso einige Teile der Dachkonstruktion. „Das war vorher nicht zu sehen”, erläutert Josef Mair. Auch im Glockenstuhl mussten einige Balken und Verbindungen ersetzt und Verstärkungen eingebaut werden. Weniger problematisch waren die Maler- und Spenglerarbeiten, sowie diverse kleinere Schlosserarbeiten. Einige Stellen der Fassade wurden instand gesetzt; vor allem die Wetterseite, die Westfassade, hatte im Laufe der Zeit gelitten. „Am aufwändigsten erschienen mir die umfangreichen Gerüstarbeiten”, erinnert sich Mair an den Auftakt der Sanierung. Offenbar kam es zu Engpässen, da mit dem Frühjahr überall der Startschuss für Baumaßnahmen gefallen war. Statt im Mai ging es in Eckarts erst im Juli richtig los. Eine andere mögliche Verzögerung der Arbeiten – und womöglich deutliche Kosten- steigerung – wurde allerdings im Einvernehmen aller beteiligten Stellen „umschifft”. Die ursprünglich ins Auge gefasste Isolierung der Fundamente gegen eindringende Feuchtigkeit aus dem Erdreich wäre mit Aufgrabungen verbunden gewesen. „Falls man dabei auf geschichtlich interessante Fundstücke gestoßen wäre , hätte das nicht nur eine Verzögerung der weiteren Arbeiten bedeutet – auch die Kosten der Grabung hätten wir schultern müssen...”, gibt Mair zu bedenken. Und ganz so „dramatisch” sei die Sache mit der ins Mauerwerk eindringenden Erdfeuchte schließlich nicht eingeschätzt worden. Auch die Kirchturmuhr wurde im Zuge der Sanierung in einer Fachwerkstatt in Regensburg überholt, das Zifferblatt neu gemalt. Alles in allem sind für die Außensanierung 150.000 Euro veranschlagt. Die Diözesanverwaltung übernimmt mit mehr als 90.000 Euro (60 Prozent) den Löwenanteil der Kosten, die Kirchenstiftung 40.000 Euro, die Sparkasse Allgäu 5.000, und 6.000 Euro spendeten Eckartser Gönner. „Der Kostenplan wird eingehalten”, freut sich Mair. Eine andere „Überraschung” wird die Kirchenverwaltung allerdings noch beschäftigen: Auf dem Kirchendach müssen Schneefänger angebracht werden. Tatsächlich gingen ab und zu Dachlawinen ab, weiß Kirchenpfleger Mair. Als „Trostpflaster” können sich die Eckartser aber auf neue schmiedeeiserne Friedhofstore freuen. Der Inhaber eines örtlichen Verlages, der auch eine Fachzeitschrift für Schmiede und Kunst- schmiede herausgibt, hat angedeutet, „da etwas zu tun”.

Josef Gutsmiedl

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