Pfiffige Idee: Spiel um Bergbahnen, Gipfel und Hütten im Oberallgäu

Schülerfirma lädt zum "Hiddeobed"

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Das P-Seminar „Schülerfirm“ am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium entwickelte mit „Hiddeobed“ ein regionales Gesellschaftsspiel, das es ab sofort zu kaufen gibt.

Oberstdorf – Am Anfang stand der Pausenfüller im Gertrud-von-le-Fort- Gymnasium: Mit „Monopoly Deal“ vertrieben sich die Elftklässler oft die Zeit zwischen den Schulstunden. Daraus entstand die Idee, ein solches Spiel selbst zu gestalten, allerdings mit Elementen der Heimat. Im Projekt-Seminar „Schülerfirma“ war dann Gelegenheit, den Plan in die Tat umzusetzen.

Zwölf Schüler und Schülerinnen machten sich gemeinsam Gedanken über Inhalte, über Produktkosten und Vertriebswege eines solchen Kartenspiels. Unterstützt wurden sie dabei von Lehrerin Andrea Wölfle-Holzmann. Zusammengetragen wurde alles, was die Heimat im südlichen Oberallgäu und Kleinwalsertal so besonders macht: Berggipfel, Alphütten, Bergbahnen und Traditionen. Ereigniskarten wurden entwickelt, die kleine Geschichten erzählen über den Wilde-Männle-Tanz, über den Viehscheid, über Sagen aus der Region und vieles mehr.

„Hiddeobed“ heißt das Spiel, und man kann sich gut vorstellen, wie auf einem gemütlichen „Hüttenabend“ die Karten auf den Tisch kommen. Die Spielregeln sind einfach. Die Mitspieler müssen Karten mit Alp- hütten und Bergbahnen aus dem Landkreis Oberallgäu und Kleinwalsertal sammeln. Ziel ist, alle Hütten aus drei verschiedenen Regionen zu besitzen, Durch strategisches Ausspielen von Ereigniskarten können die Gegner am Gewinnen gehindert werden.

Bis „Hiddeobed“ zum ersten Mal gespielt werden kann, wird es noch ein klein wenig dauern. Im Februar haben die Schüler mit dem Projekt begonnen. Die Idee wurde konkretisiert, Entwürfe gefertigt und Partner gesucht. Schließlich fand man die nötige Unterstützung für die Produktion und mit der Gründung einer Aktiengesellschaft mit 90 Teilhabern die nötige finanzielle Basis fürs Projekt.

Schwierig gestaltete sich die Suche nach potenziellen Abnehmern, die die Schüler vorwiegend in der Tourismusbranche verorten, denn die Spiele eignen sich ideal als Mitbringsel aus dem Allgäu-Urlaub. In Zeiten der Corona-Krise war es jedoch mühsam, bei den Touristikern offene Ohren zu finden. „Die hatten alle andere Sorgen“, räumt „Firmenchef“ Pius Porkert ein und die eifrige Assistentin der Geschäftsleitung, Clara Ländle, fügt hinzu: „Wir konnten ja unsere Geschäftsidee nicht einmal persönlich präsentieren, weder vor möglichen Kunden noch auf der Aktionärsversammlung – die konnte nämlich gar nicht stattfinden.“

So ging bisher alles per Telefon und Internet. Das wird auch weiter der vornehmliche Vertriebsweg sein. Verkaufsstände am Viehscheid, auf dem Gallusmarkt – in diesem Jahr fällt das alles aus. Darum wünscht sich die Schülerfirma viele Vorbestellungen, um die Produktionszahlen für das Kartenspiel (10,95 Euro) kalkulieren zu können. Kontakt per E-Mail:schuelerfirma.oberstdorf@gmail.com, sowie unter www.gymnasium-oberstdorf.de, hier gibt es auch Bestellformular, Information zur Bezugspreisstaffelung, digitaler Flyer, etc; per Post: Andrea Wölfle-Holzmann, Rubinger Straße 8 in 87561 Oberstdorf.

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