Philipp Buhl hält Erfolgskurs

Philipp Buhl (rechts) hat in der zweiten Hälfte der Kieler Woche mit Vorschoter Adalbert Netzer ein gutes Bild abgegeben. Foto: privat

Der Weltcupsieger der Kieler Woche in der olympischen Laser-Klasse, Philipp Buhl aus Sonthofen, nutzte die zweite Hälfte der Veranstaltung, um auch bei den internationalen nichtolympischen Klassen mitzumischen. Er startete mit Vorschoter Adalbert Netzer (SC Alpsee Immenstadt) im Flying Dutchman. Über elf Wettfahrten an vier Tagen belegte das Team vom Alpsee unter 30 Booten aus sieben Nationen bei teils extremen Wind- und Wellenbedingungen den zweiten Platz.

Die beiden Allgäuer mussten sich nur dem amtierenden und mehrfachen Welt- und Europameister, Szabolcs Majthenyi mit Andras Domokos aus Ungarn, geschlagen geben. Diese gewannen die meisten Wettfahrten. „Die Manöver der Ungarn sind ziemlich perfekt. Da müssten wir noch mehr üben. Im Speed allerdings brauchen wir sie nicht fürchten“, erklärte Buhl. Tatsächlich ging für das Oberallgäuer Team dann doch noch ein ehrgeiziges Nebenziel in Erfüllung. Sie hatten in der letzten Wettfahrt die Weltmeister vom Start bis ins Ziel im Griff und verwiesen sie auf Platz zwei. Den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte das deutsche Team Kilian König und Johannes Brack (SCE). Unter den zahlreichen Siegern aller 42 olympischen und sonstigen internationalen Klasse der Kieler Woche, der weltgrößten Regatta, dürfte der Sonthofer der einzige Segler sein, der mit zwei Medaillen heimkehrt. Dieser Erfolg war allerdings mit einem Mammutprogramm verbunden: Buhl segelte über neun zusammenhängende Tage 19 Wettfahrten. Um täglich auf das Wettkampfrevier auf der Kieler Außenförde zu kommen, waren insgesamt rund 200 Kilometer zu segeln und die Wettkampfstunden summieren sich auf über etwa 25. Ausflüge ins FD-Lager stellen für Laser-Athlet Buhl einen planmäßigen Teil des Trainings dar, wobei auch der Spaß am FD-Segeln eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Er beschreibt das so: „Vielseitiges Training ist wichtig. Man muss zwischendurch in andere Boote. Da lockt und überzeugt mich der FD ganz besonders. Das Schiff ist schön, schnell und sehr anspruchsvoll – einfach genial.“ In zwei Wochen segelt Buhl im Laser die EM in Frankreich. Danach ist er nochmals als Sparringspartner für den deutschen Olympiastarter Simon Grotelüschen bei seinem Vorbereitungstraining für die olympische Regatta in Weymouth / England im Einsatz.

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