Verkehrserziehung mal anders

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Kindern wird beigebracht, dass sie den Zebrastreifen erst überqueren dürfen, wenn die Räder der Autos stehen.

Die Erlebnisse der Sonthofer Polizei während der Verkehrserziehung mit Kindergartenkindern in Fischen zwangen die Beamten zu drastischen Maßnahmen.

Während am Freitag die Kinder in Vorbereitung des Schulwegs die Überquerung des Zebrastreifens übten, wurde durch manche Verkehrsteilnehmer die Wartepflicht einfach missachtet. Und das trotz am Straßenrand stehender Polizisten und den Kindern, welche durch den ausgestreckten Arm deutlich ihren Querungswillen anzeigten. Manche fuhren sogar links an wartenden Fahrzeugen vorbei.

Nach den ernüchternden Erlebnissen vom Freitag holte sich der Beamte am Montag Unterstützung durch seine Kollegen vom Streifendienst. Diese führten dann bei sich falsch verhaltenden Autofahrern eine „Verkehrserziehung“ durch, indem sie diese anhielten und zur Anzeige brachten.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei ausdrücklich darauf hin, dass den Kindern aus Sicherheitsgründen beigebracht wird, erst bei stehenden Rädern der Pkw den Zebrastreifen zu begehen! Da sich dies bei nähernden Fahrzeugen auch auf die Gegenrichtung bezieht, müssen alle Verkehrsteilnehmer im Sinne der Sicherheit eine minimale Wartezeit in Kauf nehmen.

Auszug aus § 26 der Straßenverkehrsordnung „Fußgängerüberwege“:

(1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den zu Fuß Gehenden sowie Fahrenden von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten. (2) Stockt der Verkehr, dürfen Fahrzeuge nicht auf den Überweg fahren, wenn sie auf ihm warten müssten. (3) An Überwegen darf nicht überholt werden. (4) Führt die Markierung über einen Radweg oder einen anderen Straßenteil, gelten diese Vorschriften entsprechend.

Anmerkung zum Bußgeld: 

Verstöße gegen die Vorschrift werden gemäß Bußgeldkatalog geahndet mit einer Geldbuße von 80 Euro und einem Punkt. Sollte es zu einer konkreten Gefahrensituation kommen, wird das Bußgeld auf 120 Euro angehoben. Im Fall eines Personenschadens wird strafrechtlich ermittelt.

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