Deutliche Zunahme des Ausflugsverkehrs an Christi Himmelfahrt

Polizei zieht Bilanz zum Vatertag: Volle Parkplätze und viele Ausflügler

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Bergblick mit besonderem „Rahmen“ bei Schöllang: Der Drang nach draußen führte am Vatertag zu massiven Parkplatzproblemen.

Oberallgäu - Die Polizei verzeichnete an Christi Himmelfahrt einen hohen Ausflugsverkehr. Vor allem an touristischen "Hotspots" kam es zu vollen Parkplätzen. Die Regeln zum Infektionsschutz wurden laut Polizei zum Großteil eingehalten.

"Wie aufgrund der sehr guten Wetterlage zu erwarten war, hielten sich an den bekannten touristischen Hotspots und im Umfeld besonders beliebter Ausflugsziele über den gesamten Tag hinweg sehr viele Tagesausflügler auf. Insbesondere an den See- und Wanderparkplätzen herrschte zeitweise aufgrund des sehr großen Andrangs eine angespannte Situation", so die Polizei in ihrem Bericht.

200 Fahrzeuge auf dem Seitenstreifen der OA 4

Laut dem Polizeibericht gab es im Bereich Reichenbach - Gaisalpe einen großen Andrang. Bereits am Vormittag waren beide offiziellen Parkplätze vollständig belegt. Deshalb parkten viele der weiteren Ausflügler in der näheren Umgebung. Am Seitenstreifen der Kreisstraße OA 4 schätzte die Polizei rund 200 geparkte Fahrzeuge. "Zudem wurden im Umkreis abgemähte Wiesenflächen verbotenerweise als Parkflächen verwendet. Weil es zu Beschwerden von Anwohnern kam, stellte die Gemeinde Oberstdorf im gesamten Ortsbereich ein absolutes Haltverbot auf, welches auch größtenteils durch die Verkehrsteilnehmer beachtet wurde", so die Polizei weiter. 

Parkverstöße an den Buchenegger Wasserfällen

Trotz der Verkehrsregelung an den Buchenegger Wasserfällen mit der Beschilderung "Parkverbotszone und Anlieger frei" wurden dort 30 Parkverstöße von der Polizei festgestellt. Im Vergleich zum vergangenen Wochenende war die Situation dort jedoch dank der neuen Beschilderung deutlich entspannter. Dafür waren die Parkflächen im Bereich der Hündle Talstation mit rund 300 Fahrzeugen und der Hochgrat Talstation mit rund 350 Fahrzeugen voll ausgelastet.

Zugeparkte Rettungswege und viel Verkehr am Grünten

In Hinang, Hinterstein und Burgberg wurden zeitweise Rettungswege durch Ausflügler zugeparkt. Auch hier hat die Polizei Parkverstöße konsequent geahndet. Rund um den Grüntenlift hat die Polizei ein sehr hohes Verkehrsaufkommen festgestellt. Im Bereich Kammeregg stellte die Polizei rund 150 Fahrzeuge fest. Acht Fahrzeuge parkten im Naturschutzgebiet und wurden deshalb angezeigt.

Polizei rät: Parkverbote einhalten

In diesem Zusammenhang rät die Polizei bei Ausflügen zu solchen touristischen Hotspots auch aus Rücksicht auf die Anwohner die Parkverbote einzuhalten und keinesfalls verbotswidrig in geschützten Gebieten zu parken. Hier drohen bei Verstößen gegen das Naturschutzrecht Verwarnungsgelder ab 40 Euro. Wildes Campieren mit Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil wird deutlich höher bestraft. Die Polizei rät, sich bereits vor Fahrtantritt über weniger stark frequentierte Parkplätze auf dem Weg zum geplanten Ausflugsziel zu erkundigen und falls nötig für die letzten Kilometer oder gänzlich öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Beispielsweise waren in Oberstdorf die Wandererparkplätze in den Bereichen Skiflugschanze, Söllereck und Freibergsee deutlich weniger besucht als der Bereich Reichenbach. Hier wären ausreichend freie Parkflächen zur Verfügung gestanden.

Wurden die Regeln zum Infektionsschutz am Vatertag eingehalten?

Insgesamt verzeichnet die Polizei eine hohe Akzeptanz der Maskentragepflicht. Die Abstandsregeln wurden von den meisten sehr gut eingehalten. Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen wurden nur vereinzelt festgestellt. Es waren in allen Bereichen sehr viele Freizeitsportler und Radfahrer unterwegs. Auf den Straßen hat die Polizei noch einmal mehr Motorradfahrer festgestellt als bereits am zurückliegenden Wochenende. In der Zeit von 10.30 Uhr bis 19.45 Uhr ereigneten sich im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben 33 Zweiradunfälle, davon 27 mit Fahrradfahrern und sechs mit Motorradfahrern. Zu lebensgefährlichen Verletzungen kam es nicht.

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