Polizeimeldungen vom Wochenende im Oberallgäu und Kempten

Verstärkte Kontrollen am Wochenende: Spielende Kinder, eine Geburtstagsfeier und Einsätze in den Bergen

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Einsamer Spaziergang an der Iller: Der Großteil der Bevölkerung hält sich an die Ausgangsbeschränkungen.

Die Polizei kontrollierte auch am vergangenen Wochenende die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen. Oft müssen die Beamten auch Hinweisen oder Beschwerden aus der Bevölkerung nachgehen. Zwar halten sich die meisten an die Allgemeinverfügung, trotzdem musste die Polizei einige Verstöße am Wochenende verzeichnen.

Am Samstag kam es zum Beispiel im Dienstbereich der Polizei Immenstadt zu mehreren Verstößen gegen die Allgemeinverfügung. So musste die Polizei insgesamt 11 Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz schreiben, weil sich Gruppen an Bushaltestellen oder Ausflugsorten getroffen hatten.

Am frühen Samstagabend ging bei der Polizei Immenstadt eine Beschwerde aufgrund von Ruhestörung ein. Der Anrufer fühlte sich durch spielende Kinder in der Nachbarwohnung gestört. Weil sich die 38-jährige Mutter mit ihren 7 und 9 Jahre alten Kindern an die Ausgangsbeschränkungen hielt, wurde hier lediglich zur Ruhe ermahnt, und keine Anzeige erstattet.

Am Sonntag wurden zwei junge Männer in Oberstaufen-Weißach kontrolliert. Sie hatten Schlafsachen in ihrem Pkw und gaben an, mit ihren Eltern Stress zu haben. Der Fahrer stand offensichtlich unter Drogeneinfluss. Nach einem Bluttest stellte die Polizei Anzeige wegen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz sowie wegen Fahrens unter Drogeneinfluss.

In der Nacht auf Sonntag wurde der Polizei eine Ruhestörung in einem Mehrfamilienhaus in Kempten mitgeteilt. Vor Ort wurden fünf Männer und zwei Frauen angetroffen, die gemeinsam einen Geburtstag feierten. Neben einem Platzverweis, erstattete die Polizei gegen alle Beteiligten Anzeige.

Leider gab es am Wochenende wieder Bergsport-Unfälle im Allgäu. So stürzte ein 54-jähriger Skitourengänger am "Großen Wilden" im Bereich der "Gamswanne". Er rutschte rund 200 Meter im Steilgelände ab. Andere Skitourengeher, die in der Nähe alleine unterwegs waren, beobachteten den Sturz un kamen ihm zur Hilfe. Es waren zudem drei Rettungskräfte der Bergwacht Hinterstein im Einsatz, um den Mann mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus zu bringen. Er zog sich laut Polizei mittelschwere Verletzungen zu.

Die Bergwacht bittet die Bevölkerung nach wie vor, nicht in die Berge zu gehen und zu Hause zu bleiben, um die Einsatzkräfte nicht unnötig zu blockieren. Auch das Landratsamt Oberallgäu appellierte erst vor kurzem an alle Oberallgäuerinnen und Oberallgäuer auch in der Osterzeit auf Verwandtenbesuche zu verzichten und um kurz frische Luft zu schnappen sich nur in der näheren Umgebung der Wohnung zu bewegen.

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