Sonthofen will sich im Tourismus herausragend positionieren

Willkommen in der "Radstadt Sonthofen"

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Sonthofen ist ein zentraler Ausgangspunkt für Radtouren in der Region – hier der Illerradweg bei Oberstdorf. Die Kreisstadt will sich künftig als „Radstadt“ positionieren.

Sonthofen – Sonthofen will sich Positionieren. Sonthofen ist bereits Fairtrade-Stadt, Alpenstadt, Energie- und Klimaschutzgemeinde,... im Bereich Tourismus fehlt eine deutliche Positionierung, um die Kreisstadt unter all den Tourismusdestinationen herauszuheben. Das Ziel: „Radstadt Sonthofen“.

„Was macht Sonthofen so einzigartig?“ war eine der Fragen, mit denen sich 20 Vertreter der Gastgeber, der touristischen Leistungsträger, des Stadtrates und der Stadtverwaltung in einem Tourismus-Workshop beschäftigten. Um auf dem hart umkämpften touristischen Markt wahrgenommen zu werden, braucht die Stadt eine Art „Leuchtturm“, mit dem es heraussticht. Eine der Arbeitsgruppen arbeitete heraus, was Sont­hofen bereits hat: So sind Natur und Landschaft ein besonderes Gut in der Kreisstadt, die Gäste kommen hier her, um Outdoor-Sporterlebnisse zu haben. Auch ist Sonthofen nicht nur bei Insidern bereits als Stadt bekannt, in der besondere Radsportveranstaltungen stattfinden. Ein touristisches Leitbild muss zudem die Schlagworte „Alpenstadt“ oder „Fairtrade-Stadt“ ergänzen – Radeln als nachhaltiger und umweltfreundlicher Sport kann dies erfüllen. Deshalb, so das Fazit des Tourismus-Workshops, solle das Thema Rad eine zentrale und wichtige Bedeutung erhalten. Die Stadt Sonthofen soll als „radaktive Stadt“ wahrgenommen werden.

In der Sitzung des Sonthofer Stadtrates vergangene Woche stellte Alf Laumann, Fachbereitsleiter Tourismus, den Tourismus-Workshop vor. Im Anschluss stellten 1. Bürgermeister Christian Wilhelm und Helmut Maier vom Fachbereich Sport das „Projekt Radstadt“ vor, das der Stadtrat dann befürwortete. In den kommenden Wochen wird die Stadtverwaltung nun untersuchen, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um das Projekt zu realisieren – die Ergebnisse werden auf einer Sondersitzung des Stadtrates im Februar 2017 präsentiert.

Unternehmer und Investoren, Hotel- und Ferienwohnungsbetriebe erwarten laut Bürgermeister Christian Wilhelm von den Kommunen eine gewisse Ausrichtung damit sie sich am Markt besser positionieren können. Je klarer es eine Stadt schaffe, gewisse Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, umso eher bestehe auch Investitionsbereitschaft.

In allen Bereichen des Fahrradfahrens – ob Mountainbike, Rennrad, E-Bike oder einfach Genußradler – sind in den kommenden Jahren noch weiter Wachstumsraten zu erwarten, so Wilhelm weiter. Außerdem habe die Stadt Sonthofen durch ihre Lage in den Alpen, den langen Wanderwegen und bereits ausgebauten Radwegen eine sehr gute Position, um die „Radstadt Sonthofen“ zu präsentieren. Wichtig sei auf jeden Fall, auch die Bürger mit in das Projekt einzubeziehen. Nur so könne die Radstadt auch „gelebt“ werden. Die anstehende Konversion, die Planungen für eine eventuelle Landesgartenschau und das Projekt „Radstadt“ könnten sich gegenseitig „als Motor anschieben“.

Für die Positionierung als „Radstadt“ müssten Wirtschaft und Handel, Tourismus und Gastronomie, Vereine und soziale Institutionen gemeinsam Handeln. Zunächst jedoch müsse man eine fahrradfreundliche Infrastruktur schaffen, so zum Beispiel durch Radfahrstreifen in der Fußgängerzone und auf öffentlichen Plätzen, der Schaffung neuer Radwege in der Stadt und als Verbindung in die Ortsteile, durch den Bau von überdachten Fahrradabstellplätzen, Servicestellen für Radfahrer wie es am Bürgermeister-Waltenberger-Platz bereits eine gibt und der Reduzierung des motorisierten Verkehrs in der Innenstadt.

Weiter müsse die Stadt in der Öffentlichkeit als Radstadt dargestellt werden. Ein Fahrradstadtplan mit einer Auflistung von Fahrradgeschäften, Dienstleistern, Servicestellen etc. sowie eine flächendeckende Radwegebeschilderung seien notwendige Serviceleistungen zur Förderung eines fahrradfreundlichen Klimas in der Stadt. Auch das Thema „Radfahren im Winter“ müsse herausgearbeitet werden.

Finanziert werden sollen die Bestrebungen für das Projekt aus dem jeweiligen Haushalt der Stadt. Geschehen könne dies durch eine Umschichtung von Haushaltsmitteln der einzelnen Referate, durch Einsparungen bei anderen Projekten und durch Zuschüsse aus verschiedenen Fördertöpfen.

eva

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