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Sicher und bequem mit dem Rad durch Sonthofen

Sonthofen kommt dem Ziel „Radstadt“ immer näher. In der Stadtratssitzung vergangene Woche verabschiedete der Stadtrat das Radverkehrskonzept für die Kreisstadt.

Ein Radverkehrskonzept ist notwendige Voraussetzung für die Zertifizierung als fahrradfreundliche Kommune durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Bayern e.V. Durch das Radverkehrskonzept soll ein sicheres, durchgängiges und attraktives Netz an Radverkehrsverbindungen entstehen – zum Beispiel Radwege oder Fahrradstraßen. 

Der Hintergrund: Mit einem attraktiven und vor allem sicheren Radwegenetz kann die Stadt Anreize schaffen, um vom Auto auf‘s Rad umzusteigen. Radfahren ist nicht nur besser für die Umwelt, sondern auch besser für die Gesundheit der Menschen. Derzeit, so Thiemo Graf vom Institut für innovative Städte – das Institut hat das Radverkehrskonzept für die Stadt erstellt – liegt die Zahl der innerörtlichen Radfahrten in Sonthofen bei rund 23 Prozent, die der innerörtlichen Autofahrten bei rund 44 Prozent. Das Ziel ist es, die Zahl der innerörtlichen Autofahrten so weit als möglich zu reduzieren; schließlich legen die Sonthoferinnen und Sonthofer bei innerörtlichen Fahrten im Schnitt nur rund 2,1 Kilometer zurück – eine Strecke, die ohne große Probleme auch mit dem Rad zu bewältigen wäre. Laut Graf könnten mit der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes bis zu 47 Prozent der innerörtlichen Wege auf das Fahrrad verlagert werden. 

Der Netzplan ist nur ein Teil des Radverkehrskonzeptes. Das Institut für innovative Städte hat zudem einen Maßnahmenkatalog für die Kreisstadt entwickelt, in dem die nötigen Baumaßnahmen beschrieben sind. Die Kosten für die Umsetzung des Maßnahmenkataloges werden auf etwa 7,7 Millionen Euro geschätzt. Eine ziemlich hohe Summe – allerdings wird sich die Umsetzung des Konzeptes auch über rund 15 bis 20 Jahre erstrecken. Geht man von 15 Jahren aus, wäre das ein jährlicher Investitionsaufwand von rund 516 000 Euro. Da die Stadt zudem mit Förderungen im Rahmen der Kommunalrichtlinie rechnet, würden sich die jährlichen Investitionen auf etwa 310 000 reduzieren. 

Sicher und bequem 

Der empfohlene Radnetzplan gliedert sich in ein „Hauptroutennetz“ und ein „Basisnetz“. Das Hauptroutennetz verbindet die zentralen Orte Sonthofens durch ein Netz an sicheren und bequem fahrbaren Straßen. Dazu gehören vom KFZ-Verkehr getrennte Radwege oder auch Fahrradstraßen, in denen der Radverkehr dem KFZ-Verkehr übergeordnet ist. Das Basisnetz dient der Anbindung an das Hauptnetz und bietet kurze Wege; Sicherheit soll hier unter anderem durch Tempo-30-Zonen oder der Auszeichnung von Fahrradspuren geschaffen werden. Die Anforderungen der Autofahrer werden natürlich auch berücksichtigt; Ziel ist es jedoch, Rad- und Autofahrer „gleichzustellen“. 

Stimmen aus dem Stadtrat 

Die Pläne riefen im Stadtrat nicht nur Begeisterung hervor – es wurden auch kritische Töne laut. So kritisierte Christian Lanbacher (FW) die hohen Kosten, die auf die Stadt zukommen werden. Bürgermeister Christian Wilhelm konterte jedoch, dass die Stadt für Autofahrer noch viel mehr Geld ausgibt. Durch die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes würden zudem einige Straßen saniert, „die wir eh sanieren müssen“ – es komme also allen zu Gute. Auch würden einige der Maßnahmen wie neue Fahrbahnmarkierungen oder die Schaffung von Tempo-30-Zonen kaum zu Buche schlagen. Ein großes Lob kam hingegen von Henning Werth (Grüne), für den das Radverkehrskonzept eine „super Grundlage“ darstellt mit großem Nutzen für die Allgemeinheit. 

Die Umsetzung des Konzeptes wird sich über mehrere Jahre erstrecken – und das Konzept ist kein starres Gebilde, sprich einige Projekte können vorgezogen, andere nach hinten geschoben werden. Zunächst sollen beispielsweise Fahrradstraßen an der Nord-, Schiller-, Moltke-, Kirch- und Immenstädter Straße ausgewiesen werden. Mittelfristig sind neue Radwege an der Hans-Böckler-, Grünten-, Albrecht-Dürer-, Eichendorff-, Bahnhof- und Immenstädter Straße geplant. Auf lange Sicht sollen unter anderem Albert-Schweitzer- und Illerstraße mit sicheren Radwegen ausgestattet werden.

eva

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