Auf die Räder, fertig, los

Radwege-Netz: Eröffnung des Projekts »Naturbiken/Allgäu«

Naturbiken
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Auf der „Zinkenrunde“ geht es durchs Ostallgäu nach Tirol.

Oberallgäu – 24 neue Routen führen Mountainbiker unter dem Namen Naturbiken Allgäu nun durch das Allgäu und Tirol.

Je 30 Gemeinden aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu sowie aus Tirol haben unter der Federführung der Allgäu GmbH und des Tourismusverbandes Tannheimer Tal ein neues Angebot für gemäßigte Mountainbiker geschaffen: Naturbiken Allgäu / Tirol. Zwei Hauptrouten sowie 24 gut ausgeschilderte Routen leiten Mountainbiker auf rund 750 Kilometern durchs Allgäu und grenzüberschreitend nach Tirol.

Naturbiken für Genuss-Biker

Die Strecken verlaufen vorwiegend auf Forst- und Alpwegen und richten sich an Genuss-Biker, die auch mal mit dem E-Bike unterwegs sind. Daher finden sich sowohl, kurze Strecken mit rund 11 Kilometern wie auch Touren mit über 40 Kilometern darunter. Sie führen auf Höhenzüge, zu Seen und zu genussreichen Einkehrzielen und verlaufen größtenteils in einer Höhenlage zwischen 800 und 1.500 Metern. In einer Übersichtskarte sind die Strecken mit Höhenprofil und Kurzbeschreibung sowie Schwierigkeitsgrad verzeichnet. Auf www.naturbiken.de finden sich alle Strecken mit detaillierter Beschreibung und stehen zum Download bereit.

Jetzt wurde das Projekt nach fünfjähriger Planung offiziell mit der Befahrung der Zinkenrunde eröffnet. „Mit dem neuen Wegenetz Naturbiken Allgäu/Tirol ist nicht nur ein neues Angebot für Radler und Radlerinnen geschaffen worden. Mit dem Wegenetz einher geht eine Lenkung, denn gerade Auswärtige freuen sich über ausgewiesene Strecken auf denen sie sicher sein können, dort auch unterwegs sein zu dürfen“, sagt Stefan Storf, Projektleiter bei der Allgäu GmbH. Auch an die Erreichbarkeit haben die Planer gedacht: Die Naturbiken-Hauptrouten sind an die Bahn in Deutschland und Tirol angebunden.

Mountainbiken im Einklang mit der Natur

Alle Beteiligten erhoffen sich durch das neue Wegenetz unter anderem, dass es weniger Konflikte zwischen Radlern und Alphirten, Jägern und Grundeigentümern gibt. Denn genau diese „Reibereien“ waren mit ein Anstoß für das Projekt.

Vertreter der beteiligten Kommunen, der Belangträger aus dem Allgäu und dem angrenzenden Tirol sowie Tourismusverantwortliche ließen das viel diskutierte Projekt noch einmal Revue passieren. Die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Allgäu GmbH, bedankte sich bei allen Beteiligten, die im Laufe der Jahre, von den ersten Tourenvorschlägen in diversen Karten bis hin zu den tatsächlich ausgeschilderten Naturbiken-Routen an diesem Projekt mitgearbeitet hatten. Ihr Dank galt insbesondere den Vertretern aus der Alp-, Forst- und Landwirtschaft, Jagd, Naturschutz und allen engagierten Verantwortlichen vor Ort.

Lob an grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Alle Projektverantwortlichen stellten die gute, gemeinschaftliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit heraus. So konnte die Expertise auf beiden Seiten der Grenze genutzt werden. Ein besonderer Dank galt auch den Förderstellen, die das komplexe Projekt erst möglich gemacht hatten. Damit konnte beispielsweise nicht nur die Beschilderung realisiert werden, sondern auch die Flow-Gates und Weidetore. Das Interreg-Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Etwa 840 000 Euro sind in das Projekt geflossen. 75 Prozent der Kosten hat der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) übernommen.

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