Raritäten auf Rädern

Zum dritten Oldtimertreffen hatten die Oldtimerfreunde Röthenbach 2004 am vergangenen Sonntag eingeladen. Schon kurz nach 9 Uhr füllten sich die ausgedehnten Wiesen rund um das Freizeitzentrum mit historischen Fahrzeugen, der Zustrom wollte nicht abreißen. Allgaier, Eicher, Ferguson, Hanomag, Köpfli, Lanz und Traktor um Traktor rollten nach der Anmeldung auf das große Gelände. Ganze 375 Traktoren, Automobile und Motorräder haben die Veranstalter offiziell registriert. Zusammen mit den zahlreichen historischen Fahrzeugen, die die Vereinsmitglieder ausstellten, bot sich den Besuchern ein Freiluftmuseum mit weit über 400 Raritäten. Mehrere Tausend Interessierte waren gekommen, um bei freiem Eintritt diese Schätze zu bestaunen.

Über ein Jahr hatten die Vereinsmitglieder die Veranstaltung geplant und vorbereitet. Für den reibungslosen Ablauf sorgten rund 80 Helfer, schließlich sollte es den Teilnehmern und Besuchern des schönen Treffens an nichts fehlen. Ausschilderung, Verkehrsregelung und Zufahrt zum Gelände bei der Freizeitanlage in Rentershofen waren zu regeln und die Oldtimerfreunde Röthenbach hatten auch ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Von der großen Resonanz waren sie dann aber doch überrascht. Position um Position wurde von der Speisekarte gestrichen. Am frühen Nachmittag gingen die Steaks aus, irgendwann gab es auch keine Pommes mehr, doch Grillwürste und Semmel wurden noch einmal nachgeliefert. Mehr als 40 Kuchen gingen über die Theke, kein Krümel blieb mehr übrig und am Ende, gegen 18 Uhr, wurde auch noch das letzte Fass Bier geleert. Es war ein tolles Fest bei bestem Sommerwetter. Aus Duisburg angereist „Die Ruhe, die die Menschen hier ausstrahlen, die finden wir einfach wohltutend“, sagte Sabine Weidemann aus Duisburg-Röttgersbach. Unzählige Male haben die Weidemanns ihren Familienurlaub schon bei Familie Maulhardt in Weiler im Westallgäu verbracht. Zum Auftakt ihrer diesjährigen 14-tägigen Sommerfrische stand der Besuch des Oldtimertreffens Röthenbach auf dem Programm. In einem grünen Karman-Ghia mit weißem Dach, Baujahr 1974, haben sich die Weidemanns auf die Reise nach Röthenbach gemacht. Sie dürften beim dritten Oldtimertreffen wohl die Teilnehmer mit der weitesten Anfahrt gewesen sein. Während Vater Weidemann noch beim Frühschoppen mit der Musikkapelle Röthenbach saß, war der 15-jährige Sohn Marco schon auf dem Ausstellungsgelände unterwegs und bestaunte Landmaschinen und automobile Raritäten. Auch für die Jack Russel Hündin Luna war etwas geboten, sie war bei ihrem Frauchen geblieben und fixierte mit großen Augen die leckere Grillwurst von Sabine Weidemann. Neben den historischen Fahrzeugen gab es viele interessante Programmpunkte zu sehen. Ein Geschicklichkeitsfahren für Traktoren wurde veranstaltet und alte Motorsägen vorgeführt, einige Schritte weiter fand man eine Sammlung seltener technischer Ausstellungsstücke und von 11 bis 14 Uhr fand die zweite Westallgäuer Meisterschaft im Sensenmähen statt. Rundfahrt im Oldie-Traktor Für die kleinen Besucher gab es ein Kinderprogramm mit Streichelzoo, Ponyreiten, Hüpfburg, einer Kinder-Meisterschaft im Trettraktorfahren, Kinderschminken und einer Dino-Car-Bahn. Viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit zu einer Rundfahrt durch die Gemeinde Röthenbach mit einem der wunderschönen Oldtimertraktoren. Hans Manka und Leo Dieterle, die beiden Vereinsvorsitzenden, freuten sich über das gelungene Fest. Besonders stolz sind sie auf den wunderschönen Veranstaltungsort bei der landschaftlich reizvoll gelegenen Freizeitanlage in Röthenbach. „Nur wenige Gemeinden in der Region haben solche Möglichkeiten wie wir“, sagte Dieterle. Gutes Zusammenspiel Sein ganz besonderer Dank galt der Gemeinde für die tolle Unterstützung und den benachbarten Landwirten, die ihre umliegenden Flächen für die Veranstaltung zur Verfügung gestellt hatten. Nur in diesem guten Zusammenspiel sei die Organisation eines solchen Festes überhaupt möglich. „Einfach schön“, „eine ganz besondere Atmosphäre“, „toll gemacht“, „super Musik“ die Kommentare waren durchweg positiv. Für viele war dies wohl nicht der letzte Besuch in der Argentalgemeinde.

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