Das könnte Sie auch interessieren

Natürlich auf Tour: Aktionstag des DAV mit vielen Tipps für Skitouren-Geher

Natürlich auf Tour: Aktionstag des DAV mit vielen Tipps für Skitouren-Geher

Natürlich auf Tour: Aktionstag des DAV mit vielen Tipps für Skitouren-Geher
Auch in Sonthofen demonstrieren Schüler für eine bessere Klimapolitik

Auch in Sonthofen demonstrieren Schüler für eine bessere Klimapolitik

Auch in Sonthofen demonstrieren Schüler für eine bessere Klimapolitik

Bergbahnen Hindelang-Oberjoch: Das Skigebiet im Allgäu für die ganze Familie

Bergbahnen Hindelang-Oberjoch: Das Skigebiet im Allgäu für die ganze Familie

Natürlich auf Tour: Aktionstag des DAV mit vielen Tipps für Skitouren-Geher

+
Manfred Scheuermann vom DAV mit den Hinweistafeln für Skitourengeher.

Skitourengehen ist ein Genuss: Draußen, an der frischen Luft, sportliche Aktivität gepaart mit wunderschönen Naturlandschaften. Doch gerade in Hinblick auf die Schönheit der Natur gilt es, bei allem Genuss, einige Punkte zu beachten.

Auf dem Sonnenkopf – beliebtes Ziel in der Region von Skitourengehern.

Anfang Februar fand der jährliche Aktionstag „Natürlich auf Tour“ des Deutschen Alpenvereins e.V. (DAV) statt. Der DAV möchte an diesen Aktionstagen mit Tourengehern ins Gespräch kommen und auf die naturverträgliche Art des Skitouren- und Schneeschuhgehens hinweisen. In diesem Jahr fand „Natürlich auf Tour“ in verschiedenen Regionen des bayerischen Alpenraums statt: Am Sonnenkopf im Oberallgäu, am Hirschberg am Tegernsee, im Spitzingsee-Gebiet, am Wendelstein, im Arbergebiet und im Berchtesgadener Land. Freiwillige Helfer des DAV waren mit grünen Warnwesten, Info-Flyern und kleinen Geschenken unterwegs, um die Skitourengeher auf den umsichtigen Umgang mit der Natur hinzuweisen.

Der DAV weist bereits in zahlreichen Tourengebieten mit Hinweisschildern auf Routen und gesperrte Wald-Wild-Schongebiete hin. Für Wildtiere sind gerade große Neuschneemengen und tief verschneite Gebiete besonders herausfordernd. Werden sie – beispielsweise durch Skitourengeher – aufgeschreckt, verbrauchen sie bei ihrer Flucht unnötig Energie. Neben den Wildtieren gilt es auch, die Flora zu schützen. Bei der Routenwahl sollten Skitouren- und Schneeschuhgeher deshalb besonders umsichtig planen. Die grünen Hinweisschilder des DAV für die empfohlenen Routen wie auch die gelben Warntafeln mit roter Schrift, die auf Schutzgebiete hinweisen, finden sich auch in den aktuellen Tourenkarten des DAV wieder. Aber auch im Bereich gesicherter Pisten gibt es ausgewiesene und beschilderte Schutzgebiete. So zum Beispiel am Scheidtobel im Skigebiet Fellhorn-Kanzelwand: Neben der Beschilderung werden Skifahrer dort auch über Durchsagen in der Gipfelbahn auf die verbotenen Zonen aufmerksam gemacht.

Das gilt es beim naturverträglichen Skitouren- und Schneeschuhgehen zu beachten:

- Routenempfehlungen, Markierungen und Hinweise der DAV-Kampagne „Natürlich auf Tour“ beachten.

- Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere respektieren, Lärm vermeiden.

- Wildtieren möglichst ausweichen, nur aus der Distanz beobachten, Futterstellen umgehen, Hunde anleinen.

- Im Hochwinter Gipfel, Rücken und Grate vor 10 Uhr und nach 16 Uhr meiden.

- In Waldgebieten und an der Waldgrenze auf den üblichen Skirouten, Forst- und Wanderwegen bleiben, Abstand zu Baum- und Strauchgruppen halten.

- Aufforstungen und Jungwald schonen.

- Umweltschonend anreisen: öffentliche Verkehrsmittel und Fahrgemeinschaften nutzen, ausgewiesene Parkplätze anfahren, keine Zufahrten blockieren.

- Eher mehrtägige Aufenthalte statt vieler Tagestouren planen, das gastronomische Angebot vor Ort nutzen.

- Touren mit Führern und Karten planen, die das DAV-Gütesiegel „Natürlich auf Tour“ tragen.

- Auf Pisten die Regeln für Skitouren beachten.

Skitourengehen auf der Piste

Am Hochschwarzeck bei Ramsau wird für Tourengeher eigens ein Forstweg für den Aufstieg präpariert.

Was früher eher zu Beginn der Saison vorkam, bevor die Skilifte ihren regulären Betrieb aufgenommen haben, erfreut sich heute zunehmender Beliebtheit: Das Skitourengehen auf der Skipiste. Immer mehr Menschen zieht es auch nach Feierabend hinaus: Die Skier angeschnallt und auf der Piste nach oben. Diese „besondere“ Form des Skitourengehens birgt jedoch Konfliktpotential und ein zusätzliches Unfallrisiko. Der DAV hat bereits vor vielen Jahren reagiert und zwischen den beteiligten Interessensgruppen vermittelt. Herausgekommen ist ein Regelkatalog, der schon seit vielen Jahren Bestand hat. Nicht zuletzt auf diese Regelungen führt der DAV die Tatsache zurück, dass es bei Begegnungen zwischen Alpinskifahrern und Tourenskigehern in den vergangenen Jahren zu keinen schwerwiegenden Unfällen gekommen ist.

Warum das Tourengehen auf präparierten Pisten so beliebt ist, liegt auf der Hand: Frische Luft, Sport, ein risikofreier Aufstieg abseits der lawinengefährdeten Gebiete und eine gemeinhin einfache Abfahrt auf präparierter Piste. Grundsätzlich gelten Skipisten in Deutschland – anders als beispielsweise in Italien – nicht als Sportstätten an sich und sind daher jedermann zugänglich.

Viele Skigebiete haben auf die wachsende Beliebtheit von Skitouren auf der Piste reagiert und weisen eigene Aufstiegsrouten für Skitourengeher aus. Am Hochschwarzeck in Ramsau wird zum Beispiel ein eigener Forstweg für den Aufstieg präpariert. Am Götschen, im Berchtesgadener Land und auch im Tannheimer Tal gibt es Tourenabende, die parallel zum Flutlichtskifahren stattfinden. Lenkung und Steuerung, um Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Absolut verboten sind Aufstieg und Abfahrt über gesperrte Pisten, zum Beispiel bei Lawinengefahr, bei der Sprengung von Lawinen oder während der Pistenpräparierung. Gerade beim Windenbetrieb von Pistenwalzen ist die Nutzung der Pisten absolut lebensgefährlich!

In Zusammenarbeit mit den Skiliftbetreibern hat der DAV Schilder aufgestellt, die die Aufstiegsrouten markieren. Zusätzlich sind in den neuen Alpenvereinskarten die Skigebiete inklusive Skipisten und Aufstiegsrouten für Skitouren- und Schneeschuhgeher eingezeichnet. Generell gilt: Skipisten stehen in erster Linie den Nutzern der Seilbahnen und Lifte zur Verfügung!

Regeln für Skitouren auf der Piste:

- Aufstieg und Abfahrt erfolgen auf eigenes Risiko und eigene Verantwortung.

- Nur am Pistenrand aufsteigen. Dabei hintereinander, nicht nebeneinander gehen. Auf den Skibetrieb achten.

- Besondere Vorsicht an Kuppen, in Engpassagen, Steilhängen und bei Vereisung der Piste. Bei Pistenquerung möglichst einzeln gehen und Abstand halten. Keine Querung in unübersichtlichen Bereichen.

- Pistensperrungen, Warnhinweise und lokale Regelungen beachten.

- Bei Pistenarbeiten sind Pisten aus Sicherheitsgründen gesperrt, insbesondere beim Einsatz von Seilwinden besteht Lebensgefahr.

- Frisch präparierte Pisten nur in den Randbereichen befahren. Bei Dunkelheit stets mit eingeschalteter Stirnlampe gehen und reflektierende Kleidung tragen.

- Auf alpine Gefahren, insbesondere Lawinengefahr, achten. Keine Skitouren durchführen, wenn Lawinensprengungen zu erwarten sind. Nur geöffnete Pisten sind vor Lawinen gesichert.

- Skitouren nur bei genügend Schnee unternehmen. Schäden an der Pflanzen- und Bodendecke vermeiden.

- Rücksicht auf Wildtiere nehmen. In der Dämmerung und bei Dunkelheit werden Wildtiere empfindlich gestört. Hunde nicht mit auf Skipisten nehmen.

Björn Ahrndt

Das könnte Sie auch interessieren

Erst mal zu dritt am Ruder

Erst mal zu dritt am Ruder

Im Oberstdorf Haus

Gewinnspiel: Wir verlosen Karten für das Musical "COUGAR" - Auf der Jagd nach jungen Männern!

Gewinnspiel: Wir verlosen Karten für das Musical "COUGAR" - Auf der Jagd nach jungen Männern!

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
Zu viele Zugausfälle
Zu viele Zugausfälle
Europäische Verteidigungspolitik: "Zeit des Wegduckens ist vorbei"
Europäische Verteidigungspolitik: "Zeit des Wegduckens ist vorbei"
Oberstdorfer Marktgemeinderat kommt beim Busbahnhof nicht voran
Oberstdorfer Marktgemeinderat kommt beim Busbahnhof nicht voran

Kommentare