Die Bundeswehr investiert

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Die Generaloberst-Beck-Kaserne in Sonthofen ist eine von über 200 Baustellen der Bundeswehr in Südbayern.

Groß war das Interesse bei der Veranstaltung des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (­BAIUDBw), das mit den Staatlichen Bauämtern Augsburg, Kempten und Weilheim sowie weiteren Behörden Vertreter der regionalen Bauwirtschaft eingeladen hatte.

Betroffen von den Arbeiten sind elf Bundeswehrstandorte in Schwaben und dem westlichen Oberbayern. „Durch die Trendwende bei Personal und Infrastruktur werden wir in nächster Zeit viel investieren“, sagte Oberst Hans-Jürgen Neubauer, der Leiter des Kompetenzzentrums Baumanagement München.

Eingangs stellte Cornelia Bodenstab vom Staatlichen Bauamt (StBA) Kempten das Aufgaben­spektrum ihrer Behörde als Teil der Bayerischen Staatsbauverwaltung vor. Insgesamt umfasst diese 22 Staatliche Bauämter in Bayern, die im Auftrag von Bund und Land Gebäude planen und bauen. Die Investitionen im Hochbau betrugen allein 2018 rund 1,7 Milliarden Euro und waren damit eine der größten Auftraggeber für die bayerische Bauwirtschaft. In den kommenden fünf Jahren wird ein Kostenvolumen von über 300 Millionen Euro umgesetzt. Dabei handelt es sich um Unterkunfts-, Büro- und Wirtschaftsgebäude, Ausbildungseinrichtungen, Luftfahrzeug-, Fahrzeug-, Werk- und Lagerhallen sowie Sonder- und Verkehrsinfrastruktur. Den Schwerpunkt bilden hierbei die Standorte Altenstadt, Füssen, Kaufbeuren, Landsberg, Murnau, Mittenwald, Pöcking, Sonthofen und Untermeitingen.

Für die drei Staatlichen Bauämter Kempten, Augsburg und Weilheim sind 222 Baumaßnahmen mit einem Volumen von etwa 620 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre geplant, erläuterte Andreas Felk, technischer Referent beim BAIUDBw. Rund 440 Millionen Euro liegen für Schwaben in der Zuständigkeit der Bauämter Kempten und Augsburg, 180 Millionen Euro für das westliche Oberbayern beim Bauamt Weilheim. Oberst Neubauer betonte: „Wir wollen mit dieser Veranstaltung etwas positiv bewegen und ganz bewusst Ihr Interesse auf die Bundeswehr lenken. Mit der Trendwende bei Personal und Infrastruktur durch das Verteidigungsministerium erleben wir einen Wandel und damit einhergehend eine positive Weichenstellung – wir wachsen wieder!“ Durch klare Aufgabenstellungen für den Einsatz brauche man hochmoderne Ausbildungseinrichtungen mit adäquaten Einzelunterkünften, da man bei der Nachwuchsgewinnung in Konkurrenz zu anderen Behörden und Verwaltungen stehe. Dies führe zum Umbau oder auch zu Neubaumaßnahmen.

Die Nachteile einer etwas aufwändigeren Bewerbung würden durch die Vorzüge wie „kalkulierbares Geld“ aufgewogen. Er ermunterte die regionalen Unternehmer, sich bei den Bauämtern zu bewerben und legte großen Wert darauf, dass auch der Mittelstand in der Region mit eingebunden werden soll. „Wir wollen, dass Sie sich engagieren. Es verstecken sich viele Einzelgewerke unter den Vorhaben“, so Neubauer.

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