Verkaufsstart für die Produkte der Allgäuer Hof-Milch GmbH bei Rewe

Milchprodukte aus der Region

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Im Rewe-Markt in Oberstdorf wurden am Freitag die Heumilch-Produkte der Allgäuer Hof-Milch GmbH vorgestellt. Auf unserem Foto, von links: Volker Hornsteiner, Regionsleiter Rewe Süd, Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger, Edmund Pillekamp, Vertriebsleiter Rewe Süd, die Geschäftsführer der Allgäuer Hof-Milch GmbH Johannes Nußbaumer und Matthias Haug, Landtags­abgeordneter Ulli Leiner und Landwirt Karl Fischer, der die neue Molkerei mit seiner Heumilch beliefert.

Missen-Wilhams/Oberstdorf – Von einer „ganz tollen Aktion“ sprach Volker Hornsteiner, Regionsleiter von Rewe Süd, bei der Produktvorstellung der Allgäuer Heumilchprodukte vergangene Woche im Rewe-Markt in Oberstdorf.

In der heutigen Zeit eine neue Molkerei zu gründen sei „nicht selbstverständlich“ und erfordere „großen Mut“, so Hornsteiner über die Allgäuer Hofmilch GmbH. Die Produkte des Betriebes aus Missen-Wilhams werden künftig exklusiv in 240 Rewe-Märkten in Südbayern verkauft.

Matthias Haug und Johannes Nußbaumer, die Unternehmensgründer der Allgäuer Hof-Milch GmbH, hatten bereits bei der Planung ihrer Molkerei die Zusage von Rewe, ihre Produkte zu verkaufen. Anfang 2016 gründeten die beiden in Missen-Wilhams ihre Molkerei auf dem Maienhof. Dort stellte schon Carl Hirnbein, der Pionier der Allgäuer Milchwirtschaft, ab 1830 Romadur und Limburger her und verhalf dem damals verarmten Allgäu zu wirtschaftlichem Aufschwung.

Ein Milchpreis von 40 Cent

Die Allgäuer Hof-Milch GmbH verarbeitet ausschließlich Allgäuer Heumilch zu hochwertigen Milchprodukten – Trinkmilch, Natur- und Fruchtjoghurts, Butter und Käse. Die Molkerei garantiert ihren Landwirten einen Milchpreis von 40 Cent. „Wir schätzen die Arbeit unserer Landwirte sehr!“, so Geschäftsführer Matthias Haug.

Seit Anfang Dezember läuft die Produktion in der neuen Molkerei. „Die letzte Zeit war sehr anstrengend, aber es hat auch viel Spaß gemacht“, sagte Johannes Nußbaumer bei der Produktvorstellung in Oberstdorf. Einer der schönsten Momente sei gewesen, als sie das erste Mal die Verpackungen gesehen hätten, ergänzte Matthias Haug.

„Die Kunden vertrauen den regionalen Marken“, hob Edmund Pillekamp, Vertriebsleiter Rewe Süd, in der Gesprächsrunde bei der Produktpräsentation hervor. Deshalb führe die Kette auch ein großes Angebot an regionalen Produkten, neben den neuen Milchprodukten auch Obst und Gemüse, Brot und Fleisch. Die Oberallgäuer Kreisbäuerin Monika Meyer freute sich über den hohen Milchpreis, den die Molkerei zahlt. Dieser sei für die Landwirte wichtig, ebenso wie für die Molkereien im Gegenzug ein zuverlässiger Partner wichtig sei.

"Keine leichte Entscheidung"

Karl Fischer aus Waltenhofen ist einer der Milchbauern, die ihre Milch an die Allgäuer Hof-Milch GmbH liefern. Fischer hat seinen Hof erst im Frühjahr auf Heumlich umgestellt. „Ein finanzieller Kraftakt“, wie er betonte, „das funktioniert nur, wenn die Familie und der Hofnachfolger mitspielen.“ Die Umstellung sei keine leichte Entscheidung gewesen in einer Zeit, in der es der Landwirtschaft nicht gut gehe. Jetzt, wo er das Produkt seiner Arbeit in den Händen halte, sei er aber wirklich stolz.

Lob von den Landtagsabgeordneten

CSU-Landtagsabgeordneter Eric Beißwenger war nach einer langen Nacht in München – der Bayerische Landtag hatte in der Nacht von Donnerstag auf Freitag insgesamt 16 Stunden über das von der Staatsregierung geplante Integrationsgesetz debattiert – auch bei der Produktvorstellung dabei. Beißwenger freute sich, dass „die Idee verwirklicht wird“ und auch besonders darüber, dass Landwirte und ihre Abnehmer in diesem Fall in einem fairen Miteinander zusammenarbeiteten.

Ulli Leiner, Landtagsabgeordneter der Grünen und stellvertretender Vorsitzender des Landwirtschaftsausschusses, war ebenfalls nach der Debatte im Landtag nach Oberstdorf geeilt. Er hob die Bedeutung der Heumilchprämie hervor. Zwar sei diese im Vergleich zu Österreich noch gering, jedoch könnten ab 2017 auch Bauern, die nicht nur „Bio“ produzieren, von der Heumilchprämie profitieren. Weiter lobte er die Molkereigründer, dass sie ihr Produkt bereits verkauft hätten, bevor sie es produziert hatten. Sonst, so Leiner, wären die Verhandlungen vielleicht anders verlaufen.

eva

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