Sonthofer bei "Jugend forscht!"

Juryrundgang bei „Jugend forscht“ 2017: Die Teilnehmer müssen den Juroren genau erklären, wie ihr Versuch aufgebaut ist.

Sonthofen – Sechs Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Sonthofen präsentieren am 28. Februar und 1. März zusammen mit 99 anderen Teilnehmern der Region Voralpenland ihre Projekte bei den Wettbewerben „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“.

Ein großer Teil der insgesamt 63 Arbeiten befasst sich in diesem Jahr mit dem Verhalten von Lebewesen sowie mit Umwelt- und Ressourcenschutz. Hoerbiger unterstützt den Wettbewerb erneut als Patenunternehmen.

Das diesjährige Motto der Wettbewerbe „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ lautet „Spring!“ Die Nachwuchswissenschaftler sind dieser Aufforderung gefolgt und zeigen auch 2018 wieder eine große Bandbreite an spannenden und innovativen Arbeiten in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik.

Gewitter-Sensor, Heizofen und Brennholztrockner

Mit dem Thema „Echtzeit-Gewitter-Erfassung“ haben sich Ole Frederik Müermann (16) und Jessica Pöppel (17) vom Gymnasium Sonthofen beschäftigt. Die beiden haben ein Sensoren-Netz gebaut, mit dem sie Gewitter erfassen können. Die Daten werden in Echtzeit ausgewertet und sofort ins Internet übertragen.

Der 16-jährige Alexander Greiner, ebenfalls Gymnasiast aus Sonthofen, hat einen umweltfreundlichen Heizofen gebaut. Mit Hilfe von Mikroelektronik hat er ein Gerät kreiert, das den Wirkungsgrad des Heizgeräts erhöht. Eine Lamdasonde misst den Sauerstoffgehalt der Verbrennungsgase und steuert ein Gebläse, das erwärmte Abgase in die Luft mischt und in die Brennkammer zurückführt. Die Erwärmung des Gasgemisches erfolgt über das Gegenstromprinzip.

Ihre Schulkollegen Alena Pauker, Julian Hörmann (beide 13) und Simon Lidlbauer (12) haben einen Brennholztrockner entwickelt, der allein durch Sonnenwärme arbeitet. Durch die schwarze Außenfarbe und eine geeignete Isolierung wird das Holz erwärmt. Dies beschleunigt den Trocknungsvorgang massiv. Gleichzeitig werden die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit im Innenraum gemessen. Davon abhängig öffnet sich eine Lüftungsklappe, damit die warme, feuchte Luft entweichen kann.

„Die Teilnehmer schaffen es immer wieder, ihre Arbeiten nicht nur logisch, sondern auch sehr kreativ zu gestalten“, sagt Kerstin Giebel, Patenbeauftragte von „Jugend forscht“ bei Hoerbiger. Sie ergänzt: „Die innovativen Projekte im Regionalentscheid zeigen, dass es im Voralpenland zahlreiche begabte Nachwuchskräfte in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik gibt. Hoerbiger wird die Förderung dieser Talente auch weiterhin forcieren und den Wettbewerb nachhaltig unterstützen.“

Vorgestellt werden die Forschungsarbeiten in der Lechsporthalle Schongau. Die Ausstellung ist am Mittwoch, 28. Februar, von 10.30 Uhr bis 16 Uhr, sowie am Donnerstag, 1. März, von 8.30 Uhr bis 13 Uhr, geöffnet. Die Siegerehrung findet am Donnerstag, 1. März, ab 15 Uhr, im Jakob-Pfeiffer-Haus in Schongau statt.

Die Gewinner des Regionalentscheids qualifizieren sich für die bayerischen Landeswettbewerbe vom 19. bis zum 22. März in München („Jugend forscht“) sowie vom 16. bis zum 17. April in Dingolfing („Schüler experimentieren“). Den Abschluss bildet das Bundesfinale in Erlangen.

Auch interessant

Meistgelesen

Babyglück im Allgäu
Babyglück im Allgäu
"Jesus selber ist das Ja"
"Jesus selber ist das Ja"
Hilfe, die ankommt
Hilfe, die ankommt
Klassiker mit Premiere: "Traildays" mit Peter Schlickenrieder
Klassiker mit Premiere: "Traildays" mit Peter Schlickenrieder

Kommentare