Skilift an der Binse wird modernisiert

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Der Skilift an der Binst.

Der vor allem bei Familien beliebte Skililft an der „Binse“ in Sonthofen wird modernisiert. Ein russischer Großinvestor plant, den bestehenden Schlepplift zu reparieren und einen zweiten Lift zu bauen. Außerdem sollen Schneekanonen für Schneesicherheit über den ganzen Winter sorgen.

Victor Kalaschnikow aus Novosibirsk hat große Pläne. Der russische Ölmagnat war in seiner Kindheit oft bei Verwandten in Sonthofen zu Besuch und hat – wie die meisten Sonthofer – an der Binse das Skifahren gelernt. Als der 47-Jährige im Januar diesen Jahres nach vielen Jahren wieder in Sonthofen weilte, war er enttäuscht: Trotz der großen Schneemengen lief der Schlepplift an der „Binse“ nicht, Unbekannte haben den Antrieb beschädigt. „Ich war sehr traurig als ich gesehen habe, dass der Skilift still steht“, so Kalaschnikow bei einem Telefonat mit dem Kreisbote. „Das Skifahren an der „Binse“ gehört zu meinen schönsten Kindheitserinnerungen!“ 

Kalaschnikow suchte das Gespräch mit den Verantwortlichen bei der Stadt Sonthofen. Dort konnte er erfahren, dass der Lift nur dank eines Fördervereins in den vergangenen Jahren noch lief. „Das darf nicht sein!“, dachte er sich und beschloss, etwas zu tun. 

„Ich will den Sonthofer Kindern ermöglichen, wieder vor ihrer Haustüre Skifahren zu können, und das in jedem Winter!“, sagt Kalaschnikow. Er hat große Pläne: Neben der Modernisierung des bestehenden Schleppliftes soll ein zweiter Schlepplift erbaut werden, der östlich des bestehenden Liftes beginnt und etwas höher endet – an dieser Stelle stand bis in den frühen 1980ern bereits ein Lift. Außerdem will Kalaschnikow durch Beschneiung sicherstellen, dass auch bei geringeren Schneemengen die beiden Lifte sicher jeden Winter laufen können. Das Wasser für die Schneekanonen soll ein neuer Schneiteich liefern, der auf der Grünfläche neben der Hindelanger Straße angelegt werden soll. „Damit leisten wir auch einen Beitrag für die Umwelt, denn ein solches Biotop bietet im Frühling und Sommer für viele Tiere und Insekten eine neue Heimat“, ist sich Kalaschnikow sicher. Der beliebte Bolzplatz soll natürlich nicht angetastet werden, „da ist doch Platz genug für beides!“ 

Ob der Ölmagnat seine Pläne umsetzen kann ist noch nicht sicher – es fehlt noch das „Okay“ von Seiten der Stadt. Glaubt man dem „Flurfunk“ aus dem Rathaus, ist man dort nicht abgeneigt. Vor allem, weil auf die Stadt Sonthofen keinerlei Kosten zukommen würden. Kalaschnikow will sämtliche Baukosten selbst tragen und durch einen Fördertopf sicherstellen, dass die Liftanlagen noch viele Jahre sicher laufen können.

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