Reiseexperten geben Tipps für einen schönen Sommerurlaub trotz Corona-Krise

Wohin kann die Reise gehen?

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Alexander Huber (links) und Uwe Schönfeld (rechts) wissen, wo man trotz Hygienevorschriften den Sommerurlaub so richtig genießen kann.

Sonthofen – Bayerns Schulen sind seit letzter Woche in den Sommerferien und so stellen sich viele Familien die Frage: Wohin soll die Reise gehen? Wer bereits vor der Corona-Pandemie gebucht hat, muss jetzt eventuell aufwendig umbuchen. Aber auch Last-Minute kann schwierig sein, denn die Nachfrage nach Urlaub in Deutschland ist in diesem Jahr sehr hoch. Wir haben bei den Reiseexperten von „In Via Reise & Kreuzfahrt GmbH“ aus Burgberg nachgefragt, wo man in diesem Sommer einen schönen Urlaub verbringen kann.

„Der Sommer war bereits vor der Corona-Pandemie sehr gut gebucht, daher ist es gar nicht so einfach jetzt noch etwas für die Sommerferien zu bekommen“, erklärt Uwe Schönfeld, Geschäftsführer von In Via. Die Reiseveranstalter müssen erst einmal alle bereits bestehenden Buchungen unterbringen. Das sei mit viel Aufwand verbunden, da gerade die Hotels aufgrund der Hygienebestimmungen nicht alle Zimmer belegen dürfen. Hinzu kommen die Reisewarnungen des auswärtigen Amtes. „Die Einreisebestimmungen ändern sich oft sogar stündlich. Jedes Land erlässt abhängig von der aktuellen Lage andere Regeln“, erklärt Schönfeld. „Was ich heute sage, ist morgen vielleicht schon nicht mehr gültig.“ Wer seine Reise umbuchen oder sogar stornieren muss, steht aber auch vor vielen Hürden. Gerade bei Buchungen über das Internet, ist es nicht immer leicht einen Ansprechpartner zu erreichen. Viele Telefon-Hotlines sind überlastet und so kann die Umbuchung oder Stornierung einer Reise zur echten Geduldsprobe werden. Anfang dieser Woche hat Ministerpräsident Markus Söder außerdem Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten gefordert. „Auch manche Kreuzfahrtanbieter verlangen einen negativen Corona-Test vor Antritt der Reise“, weiß Uwe Schönfeld.

Corona-Tests, kurzfristige Reisewarnungen, Maskenpflicht und Quarantäne nach der Rückkehr – Da kann einem die Reiselust schnell vergehen. Dabei bietet die Krise auch Chancen. Uwe Schönfeld erklärt: „Noch nie waren Hotels, Flusskreuzfahrtschiffe und Sehenswürdigkeiten so leer wie jetzt.“ Denn Hotelbetreiber und Reiseveranstalter dürfen nur mit einer geringen Auslastung planen. Auch wenn die Nachfrage groß ist, vor Ort ist durch Abstandsregeln und Hygienekonzepte viel Platz. So ist auf Flusskreuzfahrten und in Hotels meist nur jedes zweite Zimmer belegt, Frühstück gibt es direkt an den Tisch oder sogar bis aufs Zimmer und Führungen finden nur in kleinen Gruppen statt. Uwe Schönfeld bringt es auf den Punkt: „Platz ohne Ende zum gleichen Preis.“

Allerdings muss man bei der Wahl des Reiseziels genau hinschauen. „Im Moment sind alle auf der Suche nach Berge oder Meer. Dementsprechend voll ist der Alpenraum und die Küstenregionen. Aber in der Mitte Deutschlands kämpfen die Hotels um jeden Gast“, weiß Alexander Huber. Wer in diesem Jahr noch verreisen möchte, muss sich gut informieren. Die Reiseexperten von In Via empfehlen Pauschalreisen zu buchen. So hat man im Fall einer Stornierung oder Umbuchung nur einen Ansprechpartner und muss nicht den Flug, die Unterkunft oder die Fähre einzeln aufwändig kontaktieren. Außerdem sollte man in weniger überlaufene Regionen reisen und sich kurz vor Reiseantritt noch einmal über die aktuellen Bestimmungen informieren.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) betont immer wieder den Wert einer persönlichen Beratung. Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, dass ein persönlicher Ansprechpartner bei Schwierigkeiten während der Reise unglaublich wertvoll sei. „Wir informieren uns laufend über die aktuellen Entwicklungen, stehen in engem Kontakt mit Reiseveranstaltern sowie Gastgebern und testen auch selbst die Angebote. Man kann trotz der Corona-Krise Urlaub machen. Wir versuchen immer das beste Angebot für unsere Kunden zu finden. Aber wir raten im Zweifel auch von einem Reisewunsch ab, wenn es die aktuelle Lage einfach nicht zulässt“, erklärt Uwe Schönfeld. „Wir wissen auf was man achten muss und wir geben persönlich, per Email oder telefonisch Auskunft zu allen Fragen rund um die Reise. In diesen Zeiten ist es ganz besonders wichtig eine gute Beratung zu erhalten.“

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