Rekordjahr der Bergwacht

Rekordjahr der Bergwacht: Allgäuer Bergwachtler rückten 3000 mal aus

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Fast 3000 mal rückte die Allgäuer Bergwacht im vergangenen Jahr aus

Auf ein „Rekordjahr“ kann die Bergwacht im Allgäu zurückblicken: Die Zahl der Einsätze nahm um drei Prozent zu auf insgesamt fast 3000 Einsätze im Jahr 2019. Die Anzahl der Hubschrauber- einsätze stieg ebenfalls an, sogar um acht Prozent auf 661 Rettungsflüge. Andererseits ging die Zahl der „Bergtoten“ zurück.

Oberallgäu – Einen generellen Trend will der Leiter der Allgäuer Bergwacht, Peter Eisenlauer, aus der Statistik für das vergangene Jahr nicht ableiten. „Die Sommereinsätze für die Bergwacht nehmen deutlich stärker zu als die klassischen Wintereinsätze. Vor allem wohl, weil inzwischen wesentlich mehr Menschen im Allgäu und seinen Bergen unterwegs sind.“ Eine Zunahme der Unfälle mit Mountainbikes könne die Bergwacht trotz des E-Bike-Booms nicht feststellen. „Die höheren Einsatzzahlen sind dem Bergsteigen und Bergwandern zuzuordnen“, so Eisenlauer. 

Schwerpunkt der Wintereinsätze ist Eisenlauer zufolge das Skifahren mit 1445 Einsätzen, gefolgt vom Rodeln mit mehr als 100 Einsätzen. Skitourengeher sind mit 26 „Fällen“ in der Statistik vertreten. Leicht zurück ging die Zahl der Bergtoten: 27 gegenüber 30 im Jahr 2018. Eisenlauer: „Aus unserer Beobachtung heraus waren es aber mehr Abstürze und weniger Herz-Kreislauf-Fälle.“ 

Am häufigsten sind die Bergretter im Raum Oberstdorf gefordert. Fast 1000 mal pro Jahr rücken Oberstdorfer Bergwacht‘ler aus. Aber auch in weiteren Schwerpunkten wie dem Ostrachtal und Füssen im Sommer, sowie Oberstaufen und Sonthofen in den Wintermonaten ist die Bergwacht „stark beschäftigt“. Erfolgreiche Einsätze sind nur möglich wenn alle Bergwachtleute intensiv geschult und trainiert sind. Auch der Nachwuchs wird intensiv ausgebildet. „Allein am letzten Winterrettungslehrgang nahmen 35 Nachwuchskräfte aus dem Allgäu teil“, sagt Eisenlauer. „Der Nachwuchs wird dringend gebraucht, damit die Bergwacht die hohe Zahl an Einsätzen ehrenamtlich meistern kann.“

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